13 Franzosen sterben bei Hubschrauber-Absturz  

Hubschrauber-Absturz mit 13 Toten in Mali: Tiger nicht aus Fritzlar

 Tiger im Einsatz in Mali
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Tiger im Einsatz in Mali

Die Beteiligung eines Tigers beim Hubschrauber-Absturz in Mali hat in der Region zunächst für Aufregung gesorgt. Nun ist klar: Der Tiger-Hubschrauber kommt nicht aus Fritzlar.

Trotz einer tragischen Nachricht aus Mali kann man in Fritzlar aufatmen: Unter den 13 Soldaten, die in Folge eines tragischen Tiger-Hubschrauber-Absturzes in Mali ums Leben gekommen sind, ist niemand aus dem Kampfhubschrauberregiment 36. Bei allen Toten handelt es sich um Franzosen. Laut Pressesprecher Remo Templin-Dahlenburg ist keiner der 34 Tiger aus dem Fritzlarer Bestand betroffen.

Die Welt steht unter Schock. Es handelt sich um eines der schlimmsten Unglücke in jüngerer Vergangenheit. Nach Angaben des französischen Verteidigungsministeriums sind am Montagabend aus Versehen einCougar-Hubschrauber und Tiger-Kampfhubschrauber während eines Kampfeinsatzes gegen die Dschihadisten zusammengestoßen. Alle Insassen starben.

Die Beteiligung eines Tigers hat in der Region zunächst für Aufregung gesorgt. „Da der Zusammenstoß nicht technisch begründet ist, betrifft uns der Vorfall nicht direkt“, erklärt er. Emotional sei das Kampfhubschrauberregiments 36 dennoch tief betroffen. „Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie tragisch so etwas ist.“ Diesmal habe das Unglück sogar noch viel mehr Menschen in den Tod gerissen. Ein solcher Vorfall rege immer wieder zum Nachdenken an: „Diese Art von Fliegen ist und bleibt gefährlich.“

Remo Templin-DahlenburgKampfhubschrauberregiment 36

Templin-Dahlenburg erklärt: „Zwischen den deutschen und den französischen Tigern gibt es große Unterschiede.“ Zwar gebe es gleiche Bauteile, die französischen Tiger seien jedoch mit einer anderen Bewaffnung ausgestattet.

„Unsere Kampfhubschrauber sind eher drauf ausgerichtet, aus der Ferne zu agieren“, sagt der Pressesprecher. Die deutschen Tiger verfügen dabei über ein Mastvisier, während französische Exemplare vorn mit einer Bordkanone versehen seien. Derzeit sind laut Templin-Dahlenburg alle Fritzlarer Tiger im Inland, der Großteil von ihnen sogar vor Ort stationiert. Zeitnah werde das Kampfhubschrauberregiment 36 nun ein Kondolenzschreiben losschicken. Templin-Dahlenburg betont: „Es ist einfach tragisch – egal, welche Nation es trifft.“

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