Leichte Entspannung in Fritzlarer Einrichtung

Bundeswehr unterstützt Gama-Altenhilfezentrum

Befürwortet die Unterstützung durch Soldaten in Coronazeiten: Oberst Sönke Schmuck, Kommandeur des Fritzlarer Kampfhubschrauberregiments.
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Befürwortet die Unterstützung durch Soldaten in Coronazeiten: Oberst Sönke Schmuck, Kommandeur des Fritzlarer Kampfhubschrauberregiments.

Die Lage im Fritzlarer Gama-Altenhilfezentrum war so angespannt wie nie. Rund 50 Menschen erkrankten an Corona. Eingesprungen sind freiwillige Helfer und Soldaten der Bundeswehr.

Fritzlar – Eine derart angespannte Lage, wie sie in den vergangenen Wochen im Fritzlarer Gama-Altenhilfezentrum herrschte, hatten der Leiter Heiko Gierse und seine Frau Clarissa Kiel-Gierse noch nicht erlebt. Rund 50 Menschen erkrankten nach dem Corona-Ausbruch in der Einrichtung – sowohl Bewohner als auch Personal waren betroffen. Bislang sind 14 Menschen am oder mit dem Virus gestorben.

Noch immer ist etwa die Hälfte der Infizierten Covid-19-positiv. Aber: „Die Lage entspannt sich etwas“, berichtet Kiel-Gierse erleichtert. Grund dafür seien die vielen Helfer, die sich auf den Hilferuf gemeldet hatten. Enkeltöchter von Bewohnern, Schüler, Pflegekräfte, die gerade Urlaub hatten und seit einiger Zeit auch Bundeswehrsoldaten des Kampfhubschrauberregiments packen fleißig mit an.

Gama-Altenhilfezentrum in Fritzlar: Soldaten helfen aus

Reinigen, desinfizieren, der Transport von Pflegebedürftigen, Essen und Trinken bringen – das sei ein eher unüblicher Auftrag für die Soldaten, heißt es seitens der Bundeswehr. „Es brauchte aber keine lange Überlegung für diese Entscheidung. Die Eröffnung des Impfzentrums in Fritzlar war auf Januar verschoben, wodurch die Soldaten verfügbar waren. Das Gama brauchte Hilfe. Also war es nur eine logische Schlussfolgerung die Soldaten dort, wo sie am meisten gebraucht werden, einzusetzen“, sagt der Regimentskommandeur Oberst Sönke Schmuck.

Clarissa Kiel-Gierse ist froh: „Natürlich ist das alles für die Soldaten auch nicht so einfach – vor allem auch die Konfrontation mit den Todesfällen.“ Fragen würden auch jetzt noch mit ihr und ihrem Mann per Telefon oder mit der Pflegedienstleitung vor Ort geklärt. Manchmal sei es natürlich etwas holprig, aber insgesamt geben alle ihr Bestes, das sei das Wichtigste.

Noch immer erreichen neue Krankmeldungen das Gama, für Entwarnung gibt es keinen Anlass. Dennoch: Die Unterstützung seitens der Stadt, des Kreises, der Soldaten und anderer Helfer habe gut getan.

Von Daria Neu

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