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Fritzlar: Erneute Änderung der Allee-Pläne?

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Von: Daniel Seeger

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Ein großes Hin und Her gibt es bei den Sanierungsplänen für die Allee in der Fritzlarer Kernstadt.
Ein großes Hin und Her gibt es bei den Sanierungsplänen für die Allee in der Fritzlarer Kernstadt. © Daniel Seeger

Polizei und Hessen Mobil haben Bedenken. Deswegen entscheidet das Parlament entscheidet heute (Donnerstag, 10. November) erneut über die Planung.

Fritzlar – Es ist ein Thema, das die Fritzlarer Stadtverordneten schon häufig beschäftigt hat – und trotzdem kommt es heute noch einmal auf den Tisch. Es geht um die Neukonzeption der Fritzlarer Allee.

Bereits in der Sitzung im September wurde von den Stadtverordneten ein Vorschlag des Planungsbüros Heer verabschiedet, der unter anderem eine Kreuzung statt des zwischenzeitlich geplanten Kreisverkehrs vorsieht, und durch eine längs- bzw. 90-Grad Anordnung mehr Parkplätze als ursprünglich angedacht bietet.

„Nach dem Beschluss gab es im Oktober noch einmal Abstimmungsgespräche mit Hessen Mobil und den Regionalen Verkehrsdiensten der Polizei Schwalm Eder“, erklärt Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat. Die würden immer hinzugezogen, wenn es um die Themen Verkehrssicherheit und Verkehrsrecht gehe. Mit dabei war außerdem das zuständige Planungsbüro. Dabei sei Kritik an den im September beschlossenen Plänen aufgekommen.

Hessen Mobil befürwortet Kreisverkehr für Allee - doch der kostet mehr

So befürworte Hessen Mobil einen Kreisverkehr statt der Kreuzung am westlichen Ende der Allee, auch im Hinblick für die Planung des zukünftigen Radverkehrs. „Man hat festgestellt, dass es für andere Verkehrsteilnehmer schwierig sei, Radfahrer, die aus der Altstadt kommen und in Richtung Busbahnhof fahren wollen, eindeutig zuzuordnen“, so Spogat. Über einen Kreisel könnten diese sich jedoch in den Mischverkehr einfügen und beliebig über Radwege im Alleepark oder in die Ortsstraßen einordnen. Auch die Polizei habe den Kreisverkehr favorisiert.

„Beim Kreisverkehr brauchen wir mehr Platz, und es würde einen kleinen Eingriff in bestehende Flächen bedeuten“, sagt der Bürgermeister. Der Bau eines Kreisverkehrs würde zudem Mehrkosten von rund 120 000 Euro verursachen. Weil das Projekt eine Förderung von 70 oder 80 Prozent bekommt, – die genaue Zahl steht noch nicht fest – muss die Stadt dementsprechend nicht die volle Summe tragen.

Allee-Sanierung in Fritzlar: Auch Thema Parkplätze wird diskutiert

Zudem kommt auch das Thema Parkplätze noch einmal auf den Tisch. Beschlossen war die Anordnung der Parkplätze im 90-Grad-Winkel zur Fahrbahn auf der Südseite. „Man kann die Kosten reduzieren und bekommt mehr Parkplätze, das ist uns auch lieber“, sagt Spogat. Auf der Nordseite wurde eine Längsaufstellung beschlossen. Doch die könnte nun ein Sicherheitsrisiko für Radfahrer darstellen, wie Spogat im HNA-Gespräch berichtet. Denn zwischen Radweg und Parkplätzen liegt nur ein schmaler Streifen. „Wenn ein Beifahrer unaufmerksam ist und einfach die Tür aufreißt, kann es zu Unfällen kommen“, so Spogat. Das hätten die Abstimmungsgespräche mit Hessen Mobil und der Polizei ergeben. Bei einer Schrägaufstellung sei diese Gefahr nicht vorhanden.

Was letztendlich umgesetzt wird, darüber entscheiden die Fritzlarer Stadtverordneten in ihrer heutigen Sitzung ab 19 Uhr im Rathaussaal. Außerdem wird Bürgermeister Spogat den Haushalt für das Jahr 2023 einbringen und SPD, Grüne und Freie Wähler beantragen den Aufbau von Trinkwasserbrunnen an Busbahnhof und Marktplatz. Die Sitzung ist öffentlich - es besteht Maskenpflicht. (Daniel Seeger)

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