Sie machen Alarm fürs Klima

Fridays for Future: Viele ältere Teilnehmer bei Demonstration in Fritzlar

Auch sie waren bei der Fridays for future Demonstration in Fritzlar dabei: Jakob Glück mit Sohn Samuel (4).
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Auch sie waren bei der Fridays for future Demonstration in Fritzlar dabei: Jakob Glück mit Sohn Samuel (4).

Monatelang ruhten die Friday for Future-Demonstrationen wegen der Corona-Pandemie, doch am Wochenende führte eine Demonstration für mehr Klimabewusstsein auch durch Fritzlar.

Weit über 100 Demonstranten zogen durch die Stadt, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Transparente und Schilder verwiesen auf Klimawandel, Kohleabbau, Massentierhaltung und die viel zitierte A 49.

„Es ist wichtig, dass man seinen Unmut äußern kann“, sagte Liane Lösekamm aus Bad Arolsen. „Die industrielle Tierhaltung in der Landwirtschaft hat ihren Anteil am Klimawandel: Wir brauchen eine Agrarwende hin zur bäuerlichen Landwirtschaft“.

Mit einem Transparent mit einer Weltkugel, die um Hilfe ruft, waren Annette Mucker und Ursula Hilbich mit dabei. „Zurzeit dreht sich alles um Corona: Das ist wichtig, aber nicht so wichtig wie das Klima“, sagte Annette Mucker.

Nannten klare Ziele: die Demonstranten forderten eine Verkehrs- und Agrarwende.

Fritzlar: Fridays for Future-Demonstranten fordern mehr Aufmerksamkeit für Umweltthemen

Mit seinem Sohn Samuel auf der Schulter und einem Schild mit der Aufschrift „Opa, was ist ein Schneemann?“ war Jakob Glück aus Niedenstein in Fritzlar. „Die Aufmerksamkeit muss wieder auf die Umweltthemen gelenkt werden, denn für meine Kinder ist das immens wichtig.“

Auffällig bei der Demonstration am Freitagnachmittag war die Tatsache, dass neben Schülern und Studenten auch viele ältere Leute mit dabei waren. Schließlich ginge der Klimawandel alle Generationen an, sagte eine ältere Demonstrantin. Nach dem Marsch durch die Stadt ging es zur Kundgebung an die Stadthalle, wo auch Bettina Hoffmann vom Bündnis 90/Die Grünen zu den Demonstranten sprach.

Initiator Justin Iglhaut zeigte sich dankbar für jeden, der gekommen war: „Wir wollen und müssen hier und jetzt zeigen, dass wir noch da sind – trotz Corona und mit den nötigen Abständen. Wir brauchen jeden Menschen, der sich für die Sache einsetzt.“

Von Peter Zerhau

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