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Stadtgeschichte kompakt: Fritzlarer gestalten Zeittafeln und suchen Aufstellungsort

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Von: Daniel Seeger

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Auf dem Fritzlarer Marktplatz: Die Autoren Michael Auerbach und Dr. Richard Gronemeyer.
Auf dem Fritzlarer Marktplatz: Die Autoren der Tafeln Michael Auerbach und Dr. Richard Gronemeyer. © Daniel Seeger

Zwei Fritzlarer Bürger haben Zeittafeln zur Geschichte der Dom- und Kaiserstadt entworfen. Noch ist allerdings die Frage offen, wo sie zu sehen sein werden.

Fritzlar – Sie wollen keine langatmige Bleiwüste, sondern kurz und präzise Menschen informieren, die sich für die lange Geschichte der Stadt Fritzlar interessieren.

Dazu haben die Fritzlarer Michael Auerbach und Dr. Richard Gronemeyer Zeittafeln gestaltet, die Schlaglichter auf bedeutende Ereignisse der Stadtgeschichte werfen. „Seit November 2020 beschäftigen wir uns mit dem Thema“, sagt Auerbach. Anlass dafür, sich mit der Idee für die Zeittafeln zu beschäftigen, sei die Umgestaltung des Fritzlarer Regionalmuseums zum Stadtmuseum gewesen.

Zeittafeln über Fritzlar beinhalten 46 geschichtliche Ereignisse

Auf insgesamt fünf Tafeln werden 46 geschichtliche Ereignisse beschrieben, die aus Sicht der beiden Männer prägend für die Stadt Fritzlar gewesen sind. Es geht um Kriege, wichtige Personen, bedeutende Gebäude und vieles mehr. Bei der Gestaltung der Tafeln hatten Auerbach und Gronemeyer neben den Fritzlarern vor allem Besucher im Sinn, die sich für die Geschichte der Stadt interessieren. Mittels eines QR-Codes, der mit dem Handy ausgelesen werden kann, sollen die Texte neben Deutsch in weiteren Sprachen abrufbar sein.

Los geht es auf den Tafeln mit archäologischen Funden aus dem Stadtteil Züschen, die aus der Vorgeschichte stammen. Die chronologisch sortierten Inhalte enden im Jahr 2022 mit dem Umbau des Hochzeitshauses zum Stadtmuseum. Bei der inhaltlichen Ausgestaltung konnten die beiden auf fachmännische Unterstützung bauen. Der Historiker und ehemalige Stadtarchivar Clemens Lohmann und seine Frau, die Lehrerin an der Ursulinenschule war, hätten sie mit ihrer Expertise tatkräftig unterstützt. Auerbach und Gronemeyer sind überzeugt: „Die Tafeln sind ein wertvolles Instrument zur Vermittlung der Fritzlarer Geschichte.“ Man erhalte beim Lesen einen schnellen Einblick in die Stadtgeschichte.

„Derzeit wird über einen geschützten und der Öffentlichkeit zugänglichen Ausstellungsort nachgedacht“, sagt Auerbach. Im Format würden die Tafeln dann an den entsprechenden Ort angepasst. (Daniel Seeger)

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