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Der Schulstart wird teurer: 1600 Kinder werden im Kreis eingeschult – Eltern bereitet das nicht nur Freude

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Von: Maja Yüce

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Auf dem Foto ist Meike Heßler von Morbitzers Papershop in Fritzlar zu sehen.
Der Kauf des Schulranzens geht ins Geld: Das weiß auch Meike Heßler von Morbitzers Papershop in Fritzlar. Überhaupt seien die Preise auch beim Schulbedarf gestiegen. Heßler berät bei der Wahl der Ausstattung. © Peter Zerhau

Am Montag beginnt die Schule. Die Kinder freuen sich, doch die Eltern haben etwas Sorge. Denn: Es wird auch hier alles teurer.

Fritzlar-Homberg – Ranzen und Schultüte sind vollgepackt, die Geldbörse leer: Viele Kinder können das Ende der Ferien derzeit kaum erwarten – sie fiebern ihrer Einschulung entgegen. Im Landkreis werden in der nächsten Woche rund 1600 Kinder an 51 Schulen eingeschult, teilt das Staatliche Schulamt auf HNA-Anfrage mit. Doch immer mehr Eltern bereitet der erste Schultag ihrer Kinder nicht nur Freude.

Denn der kann ganz schön ins Geld gehen und schnell mehrere Hundert Euro kosten. Grund dafür: Die Preise für Schulhefte und Zeichenblöcke sind deutlich angestiegen – die Inflation macht auch vor Schulbedarf nicht Halt. Noch kostspieliger wird es für Eltern, wenn Schulen anspruchsvolle Listen aufgestellt haben, in denen detailliert vorgeschrieben wird, was die Schulanfänger mitzubringen haben – und von welcher Marke die Utensilien zu sein haben.

Mehr Familien benötigen Unterstützung vor dem Schulstart

Schreibtisch, Fest zur Einschulung, Schulranzen, Schultüte, Hefte – da kommt vieles zusammen: Die Gesamtausgaben für den Schulbeginn liegen laut Marktforschungsinstitut YouGov zwischen 200 und 299 Euro je Kind. Nach Berechnungen des Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) geben Eltern für die Einschulung im Schnitt sogar 970 Euro aus.

Angesichts steigender Energie- und Lebensmittelkosten benötigen immer mehr Familien Unterstützung. Diese können finanziell schwache Familien auch geltend machen. Denn es gibt mit der Schulbedarfspauschale eine Unterstützung für sie beim Kauf von Schulmaterialien.

Es können auch die Kosten für Nachhilfestunden übernommen oder Mittagessen in Schule bezuschusst werden

Anspruchsberechtigt sind Kinder aus Familien, die Wohngeld und/oder Kinderzuschlag beziehen, oder Grundsicherungsleistungen vom Landkreis oder vom Jobcenter erhalten oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bekommen. Die Anschaffungen wie Schulranzen, Sportzeug sowie Schreib-, Rechen- und Zeichenmaterialien sollen dadurch erleichtert werden. Auf Antrag erhalten anspruchsberechtigte Schüler jeweils zu Beginn des ersten Schulhalbjahres 104 Euro und zum zweiten Schulhalbjahr 52 Euro (dann im Februar) für die Schulausstattung, erklärt Julian Klagholz, Pressesprecher des Landkreises.

Es können aber beispielsweise auch die Kosten für Nachhilfestunden übernommen oder Mittagessen in Schule oder Hort bezuschusst werden. Wie viele Kinder im Bereich Schulbedarf 2022 bislang unterstützt wurden, konnte der Schwalm-Eder-Kreis am Freitag auf HNA-Anfrage nicht beantworten.

Schulhefte und Zeichenblöcke kosteten im Juli 2022 durchschnittlich 13,6 Prozent mehr 2021, so das Statistische Bundesamt. Andere Schulmaterialien hätten sich im Vergleich zur allgemeinen Inflation von 7,5 Prozent nur unterdurchschnittlich verteuert: Schulranzen sind 4,7 Prozent teurer geworden, Stifte, Füller und Füllerpatronen 5,2 Prozent. (Maja Yüce)

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