1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fritzlar-Homberg
  4. Fritzlar

Kleiderkammer wieder offen: Fritzlarer Familienzentrum wird nun von der Stadt geführt

Erstellt:

Von: Daniel Seeger

Kommentare

Engagiert für Bedürftige: (von links) Die Koordinatorin der Kinderkleiderkammer Angelika Polte aus Fritzlar. Sabine Schmidt, Mitinitiatorin der Kinderkleiderkammer im Jahr 2010, Sabine Müller von der Sozialverwaltung und Caya Lipphart aus Frielendorf.
Engagiert für Bedürftige: (von links) Die Koordinatorin der Kinderkleiderkammer Angelika Polte aus Fritzlar. Sabine Schmidt, Mitinitiatorin der Kinderkleiderkammer im Jahr 2010, Sabine Müller von der Sozialverwaltung und Caya Lipphart aus Frielendorf. © Stadt Fritzlar

Es geht wieder los: Das Fritzlarer Familienzentrum hat wieder geöffnet.

Fritzlar – Das Fritzlarer Familienzentrum im Hellenweg 22 hat sein Angebot wieder gestartet – nun unter städtischer Leitung. Der erste Öffnungstag der Kinderkleiderkammer am vergangenen Montag sei direkt gut angenommen worden. „Trotz Eisglätte waren am Vormittag drei Spenderinnen da – aus Schwalmstadt Lohne und Züschen“, berichtet Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat.

Die Frauen hatten Kleidung für die Kinderkleiderkammer dabei.

Durch einen Aufruf vor einigen Wochen seien alle Kellerräume des Hauses im Hellenweg gut gefüllt – von Babykleidung bis Größe 176 reiche das Angebot für bedürftige Familien.

Der überwiegende Teil an Helferinnen kommt aus Fritzlar

Die Koordination der Kinderkleiderkammer habe die Fritzlarerin Angelika Polte übernommen. Die Rentnerin war früher beim Jobcenter beschäftigt und engagiert sich nun in ihrer Freizeit. 13 Ehrenamtliche seien es insgesamt, die in der Kleiderkammer helfen, sagt der Bürgermeister. „Wir haben Helferinnen aus Wabern, Frielendorf und Gudensberg, aber der überwiegende Teil kommt aus Fritzlar.“

Über 20 Jahre hat der Verein FaFritz das Familienzentrum aufgebaut, geführt und etabliert, so der Bürgermeister. Sein Fazit: „Es wurde eine Erfolgsgeschichte.“

Der Verein war lange darum bemüht, das in der Hauptsache ehrenamtlich koordinierte Angebot, auf hauptamtliche Beine zu stellen – jedoch ohne Erfolg. Damals bemängelten die Verantwortlichen auch, dass die Stadt sich zu wenig engagierte. Zuletzt scheiterte FaFritz bei der Suche nach einem neuen Vorstand. Daraufhin beschloss die Mitgliederversammlung die Auflösung des Vereins.

Das Vereinsvermögen wird an verschiedene gemeinnützige Organisationen fließen

„Ich bin sehr dankbar, dass alle Kooperationspartner ihr Angebot aufrecht erhalten“, sagt Bürgermeister Spogat im HNA-Gespräch. Nach der Sommerpause habe die Stadt am 20. Oktober das Haus wieder übernommen. Angedacht war eigentlich einer Übergabe zum Jahresende, da der Verein ursprünglich davon ausging, dass die Räume im Zuge der Auflösung noch benötigt würden (HNA berichtete). Große Teile des vereinseigenen Mobiliars habe die Stadt übernommen, so Spogat. Das restliche Inventar wurde bei einem Hausflohmarkt verkauft. Das Vereinsvermögen wird an verschiedene gemeinnützige Organisationen fließen.

Das Aus des Vereins bedeutet jedoch auch das Aus für den Mädchentreff. Die Stadt biete im Jugendzentrum nach Bedarf Ähnliches an, die Nachfrage sei laut Spogat aber bislang gering. (Daniel Seeger)

Die Angebote des Familienzentrums im Überblick:

Die Kinderkleiderkammer ist montags und mittwochs von 10 Uhr 12 Uhr sowie donnerstags von 15 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

Das Job-Café / Bewerber-Café findet jeden Montag in der Zeit von 8 Uhr bis 13.00 Uhr und jeden Mittwoch von 8 Uhr bis 16 Uhr statt.

Jeden Montag findet in der Zeit von 10 Uhr bis 11 Uhr der „Baby-Treff“ für Eltern mit ihren Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren statt.

An jedem ersten Donnerstag im Monat in der Zeit von 16 Uhr - 18 Uhr Beratung der Awo

Jeden ersten Dienstag im Monat findet das „Begegnungscafé“ in der Zeit ab 19 Uhr statt.

Jeden zweiten Donnerstag im Monat 17.30 Uhr bis 19 Uhr Gehirnjogging.

Infos unter Tel. 0 56 22/988625 oder familienzentrum@fritzlar.de. Das Zentrum bleibt vom 27. Dezember bis zum 6. Januar zu.

Auch interessant

Kommentare