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Fritzlar: Kreissparkasse Schwalm-Eder baut neue Geschäftsstelle

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Von: Daniel Seeger

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So soll das Sparkassen-Gebäude nach Fertigstellung aussehen: Links die neue Filiale, rechts daneben das sanierte Verwaltungsgebäude mit Geschäfts- und Wohnräumen.
So soll das Sparkassen-Gebäude nach Fertigstellung aussehen: Links die neue Filiale, rechts daneben das sanierte Verwaltungsgebäude mit Geschäfts- und Wohnräumen. © Sparkasse

Fünf Millionen Euro will die Kreissparkasse Schwalm-Eder am Standort Fritzlar investieren. Neben einer neuen Geschäftsstelle sollen Wohn- und Geschäftsräume zur Vermietung entstehen.

Fritzlar – Modern und energietechnisch auf dem aktuellen Stand soll die neue Sparkassen-Geschäftsstelle in der Fritzlarer Georgengasse werden. Die Bauarbeiten sind bereits in vollem Gange, nun hat das Kreditinstitut die Pläne für die neue Filiale in der Dom- und Kaiserstadt öffentlich präsentiert.

Ende 2023 soll die neue Geschäftsstelle fertiggestellt sein, derzeit läuft der Abriss des jahrzehntealten Gebäudes. Im Anschluss werde auch der direkt daran anschließende, vierstöckige Verwaltungsbau saniert und umgebaut. Die Kreissparkasse rechnet mit Gesamtkosten von rund fünf Millionen Euro nach aktueller Kalkulation. Davon entfallen rund vier Millionen auf den Neubau der Geschäftsstelle, eine Million wird voraussichtlich die Sanierung des Verwaltungsgebäudes kosten.

Kreissparkasse schafft Wohn- und Geschäftsräume in Fritzlar

Dort sollen künftig mindestens zwei Wohnungen im Obergeschoss entstehen. Außerdem will die Sparkasse nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Michael von Bredow Gewerbeflächen schaffen, die ebenfalls vermietet werden sollen. „Insgesamt 870 Quadratmeter“, sagt von Bredow im HNA-Gespräch.

Denn die Millionen-Investition in Fritzlar werde sich laut Sparkasse durch Mieteinnahmen und die Einsparungen im Energiebereich in rund 15 Jahren amortisieren. Die Sparkasse wolle bei diesem Projekt vor allem auf Handwerker aus der Region setzen. „Wir haben gute und zuverlässige Partner“, sagt der Vorstandsvorsitzende.

Eine einfache energetische Sanierung der Sparkassen-Geschäftsstelle wäre zwar theoretisch auch möglich gewesen, allerdings hatte das Kreditinstitut diesen Gedanken wieder verworfen. „Die Sanierung der Geschäftsstelle hätte am Ende einen ähnlichen Betrag gekostet“, so von Bredow. Also habe man sich im Verwaltungsrat, der sich bereits seit 2018 mit dem Projekt beschäftigt, auf einen Neubau der Geschäftsstelle verständigt.

Sparkassen-Neubau in Fritzlar: Neue Schließfächer mit Selbstbedienung

Der Neubau soll laut dem Vorstandsvorsitzenden auf einem technisch und energetisch aktuellen Stand sein. Das Institut plant das Projekt nach den KfW40-Standards. Nach dem Umbau, der in mehreren Abschnitten erledigt werden soll, erwartet Kunden und Mitarbeiter eine moderne Filiale. Aus Kundensicht gibt es vor allem eine größere Änderung: Die Schließfächer werden, wie auch am Standort Melsungen, künftig rund um die Uhr zugänglich sein – funktionieren soll das ähnlich wie das Abheben von Bargeld am Automaten.

Für die Bauarbeiten sind SB-Bereich und Geschäftsstelle sind bereits in das Erdgeschoss des vierstöckigen Verwaltungsgebäudes umgezogen und durch einen Hintereingang zu erreichen. Neben einer grundsätzlichen energetischen Sanierung plant das Kreditinstitut, weitere Fotovoltaik-Module zu installieren, um die Energiebilanz zu verbessern. Bereits jetzt existiert auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes eine entsprechende Anlage.

Sparkassen-Gebäude in Fritzlar wird auch am Hessentag 2024 genutzt

Auch für den Hessentag 2024 spielt das Gebäude eine wichtige Rolle. Denn in die dann leer stehenden Büroräume im Verwaltungsgebäude soll Leben einziehen. „Was jetzt schon feststeht, ist, dass die Hessische Staatskanzlei für die Zeit des Hessentags einen Teil der Räume nutzen wird.“, sagt Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat. Gut vorstellbar sei, dass beispielsweise auch die Leitstelle des Hessentags hier untergebracht werde. Sparkassenchef von Bredow sichert zu, dass zum Hessentag kein Gerüst am Gebäude stehen soll.

Einen Wermutstropfen gibt es jedoch aus Sicht des Bürgermeisters, der auch Mitglied des Verwaltungsrats der Kreissparkasse ist: Klar ist bereits, dass die Betreuer von Gewerbekunden künftig in Homberg beziehungsweise Melsungen sitzen werden. Termine in Fritzlar sollen künftig trotzdem möglich sein.

Spogat betont die Bedeutung von neuem Wohnraum und weiteren Gewerbeflächen für die Dom- und Kaiserstadt. „Wir haben in Fritzlar keinen Leerstand, den ich anbieten könnte“, so der Bürgermeister. (Daniel Seeger)

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