Angebot durch Sozialteam

Gegen den Stress: König-Heinrich-Schule in Fritzlar eröffnet "Raum der Stille"

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Das Sozialteam der KHS Fritzlar stellte den neuen Raum der Stille und seine Bedeutung vor. 

Ein Moment der Ruhe im Auge des Sturms aus Unterricht, Noten und Hunderten von Mitschülern: Dafür hat die König-Heinrich-Schule nun einen eigenen Raum gestaltet. 

Sich beruhigen, Distanz schaffen, Stress abbauen. Schon vor sechs Jahren errichtete die Fritzlarer König-Heinrich-Schule (KHS) Schule die „AnsprechBar“, die Schauplatz vieler Beratungsgespräche wurde und von Schülern gerne und oft genutzt wird, auch um sich zurückzuziehen.

Mit ihrem neuen „Raum der Stille“ wollen das Schulseelsorgerteam und andere Mitglieder des Kollegiums der KHS eine noch bessere Gelegenheit dafür schaffen.

Dabei heiße Stille nicht unbedingt Schweigen, so Schulseelsorger Dr. Martin Pujiula, sondern auch den leisen Tönen einen Raum zu geben und sich um Dinge Gedanken machen zu können, die sonst im hektischen Schulalltag keinen Platz finden.

Meditationen und Fantasiereisen geplant

„In der Stille kommen die Gedanken“, weiß auch Pfarrer und Schulseelsorger Hans-Joachim Engewald, der an dem Projekt ebenfalls beteiligt ist. Er will im Raum der Stille Meditationen und Fantasiereisen mit den Schülern machen.

Bei der Eröffnung in dieser Woche erklärte das Sozialteam derKHS seinen Gästen, unter anderem Vertreter der Stadt Fritzlar, der evangelischen und der katholischen Kirche, warum ein Raum der Stille so wichtig ist. „Schüler verbringen einige Lebenszeit in der Schule“, sagte Pfarrerin Helga Göbel, die ebenfalls als Schulseelsorgerin an der KHS arbeitet.

Ein Ort der Ruhe helfe beispielsweise bei der Persönlichkeitsfestigung und beim Aufbau einer Bindung zu Mitschülern und Schule, die in der Zeit digitaler Medien oft fehle. Nicht zuletzt sei es schlicht gesund, physisch wie auch psychisch, Stress und Belastung entgegenzuwirken. Das Sozialteam will sich um regelmäßige Angebote im Raum der Stille bemühen, die, wie der Raum selbst, weder religiös noch konfessionell gebunden sein sollen. Zusätzliche Treffen zu besonderen Gelegenheiten und Zeiten wie der Abiturvorbereitung sollen ebenfalls stattfinden. Auch das restliche Kollegium äußerte bei der Eröffnung nicht nur Unterstützung, sondern auch Anregungen für weitere Angebote.

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