30 Hunde helfen im Notfall

Auf Mantrailing spezialisiert: Rettungshundestaffel Fritzlar-Homberg bald im Einsatz

Neue Rettungshundestaffel in Fritzlar, Rettungshunde, Notfall, Hündin Yuma und Marie Friedrich, Foto: Daria Neu
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Bellt sofort, wenn sie einen Menschen in Not findet: Hündin Yuma ist in Sachen Flächensuche schon ein echter Profi. Bei einer Übung kauert sich Marie Friedrich zusammen und spielt so das Opfer, das Yuma finden muss.

In Fritzlar-Homberg gibt es schon bald eine eigene Rettungshundestaffel. Mit Hilfe der Hunde werde vermisste Personen aufgespürt.

  • Rettungshunde sind bei der Suche nach vermissten Personen eine große Hilfe.
  • In Fritzlar-Homberg gibt es bald eine eigene Rettungshundestaffel.
  • Sie ist auf Mantrailing spezialisiert.

Auf der Suche nach einem vermissten Menschen ist der Spürsinn von Hunden unschlagbar. Im Kreisteil Fritzlar-Homberg geht daher schon bald die erste Rettungshundestaffel an den Start. Sie ist am Allgemeinen Rettungsdienst in Göttingen angedockt. Im Schwalm-Eder-Kreis ist es die dritte Staffel, aber die erste, die aufs Mantrailing spezialisiert ist.

Etwa 30 Hunde und ihre Besitzer absolvieren in diesem Jahr ihre Prüfung. Wegen der Coronakrise steht der genaue Zeitpunkt noch nicht fest. Die Rettungshundestaffel Fritzlar-Homberg konzentriert sich dann auf ihre besondere Aufgabe. Laut Rettungshundeausbilderin Simone Wolf sind Mantrailer Personenspürhunde mit einem hervorragenden Geruchssinn. Sie sind an der Leine im Einsatz und können im Umkreis von ein bis zwei Kilometern einem Geruch folgen, der bis zu 24 Stunden alt ist. Dazu schnüffeln die Tiere vorher an einem Gegenstand des Vermissten.

Rettungshunde in Fritzlar: Mantrailing als Spezialgebiet

Der größte Teil der Staffel absolviert also die Prüfung zum Mantrailer. Diese wird von der Polizei in Mühlheim abgenommen. Ein knappes Drittel der Hundestaffel ist auf einen anderen Bereich spezialisiert: die Flächensuche. „Bei dieser Prüfung sucht der Hund freilaufend auf einer Fläche von rund 50.000 Quadratmetern einen Vermissten – und das innerhalb einer halben Stunde“, erklärt Staffelleiter Uwe Kraut. 

Bereits Anfang des Jahres trainierte die Staffel mit künftigen Hundeführern aus der Region etwa ein- bis zweimal pro Woche. Mit Abschluss der Prüfung sind sie einsatzfähig. „Im Notfall werden wir von der Polizei alarmiert“, erklärt der Staffelleiter. Einer der Hundeführer trage stets das Einsatzhandy bei sich. Je nachdem, wie viele und welche Hunde die Polizei anfordert, werden andere Hundeführer informiert.

Laut Kraut war es ein wichtiger Schritt, in Fritzlar-Homberg eine Rettungshundestaffel ins Leben zu rufen. „Es gibt Organisationen, die auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen sind.“ Die Polizei bilde selbst keine Rettungshunde aus. „Da ist es doch eine gute Möglichkeit, sich zu engagieren“, sagt Kraut – und zwar über das reine Hobby hinaus. 

Rettungshunde in Fritzlar: Einige Staffeln sind auf Spenden angewiesen

Neben der neuen Rettungshundestaffel Fritzlar-Homberg gibt es im Schwalm-Eder-Kreis außerdem Staffeln beim Deutschen Roten Kreuz Schwalm-Eder und beim Technischen Hilfswerk Schwalmstadt (Biologische Ortung). Wie viel andere ist auch die neue Staffel auf Spenden angewiesen. Dies ist möglich unter: IBAN: DE46 2605 0001 0051 3005 15, NOLADE21GOE (Sparkasse Göttingen), Verwendungszweck: Rettungshundestaffel Fritzlar-Homberg.

Von Daria Neu

Ein Rettungshund hat im Wald bei Oberweser einen vermissten Pilzsammler gefunden.

Auch in der Region Schwalmstadt helfen Hunde bei der Suche nah vermisste Personen.

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