Kein Durchkommen mehr

Schneeberge sorgten für Probleme in Ungedanken

Er musste selbst ran mit der Schaufel: Zeitweise kam Björn Lasota in den vergangenen Tagen wegen der Schneeberge nicht zu seinem Haus in Ungedanken.
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Er musste selbst ran mit der Schaufel: Zeitweise kam Björn Lasota in den vergangenen Tagen wegen der Schneeberge nicht zu seinem Haus in Ungedanken.

Für viele Menschen war der Wintereinbruch vor einer Woche eine schöne Sache, nicht aber für die Bewohner in Ungedanken, die in den am höchsten gelegenen Häusern wohnen.

Ungedanken - Dazu gehört unter anderem auch Björn Lasota. Der 41-Jährige wohnt an der Feldstraße. „Nach den Schneefällen vom 7. bis 9. Februar ging hier oben gar nichts mehr. Am Montag und Dienstag kam ich überhaupt nicht hier weg.“ Am Mittwoch (10. Februar) beispielsweise musste Lasota seine Kinder in Heimarshausen holen. Da kam er zwar noch runter vom Berg, aber nicht mehr hinauf. So blieb ihm wie auch den meisten Menschen aus dem Oberdorf nichts anderes übrig, als die Autos unten im Ort stehen zu lassen und zu Fuß den Berg rauf zu gehen.

Schneemassen in Ungedanken: Zu Fuß den Berg hoch

Besonders anstrengend war es, nach dem Einkauf mit Taschen und Rucksack wieder zu Fuß die zwischen 400 und 600 Meter auf den Berg zu gehen. Am 10. Februar machten sich dann gegen 17 Uhr mehrere Anwohner an die Arbeit und räumten über drei Stunden lang neben den Gehwegen auch die Straße frei.

„Da kam zwar ein Pickup mit Räumschild und schob etwas weg, aber das war nur so sporadisch“, sagt der 41-jährige Lasota. Mehr Glück hatten da die Anwohner, die ein Allradfahrzeug hatten, die schafften es aber auch nur mit Mühe nach oben.

Schneemassen in Ungedanken: Das sagt Bürgermeister Hartmut Spotgat

Bürgermeister Hartmut Spogat äußert sich ebenfalls zu den großen Schneemengen in den Stadtteilen und in der Kernstadt. Die Stadt verfüge über einen Streu-und Räumplan. In der Kernstadt sei das Personal des städtischen Bauhhofes und in den Stadtteilen zwei Vertragsfirmen tätig. Aufgrund der Wettervorhersagen sei präventiv am Samstagabend (7. Februar) Salz auf die Straßen ausgebracht worden. „Ungedanken, Rothhelmshausen, Züschen und Geismar sind die Stadtteile mit dem größten Gefahrenpotenzial, diese wurden zuerst abgearbeitet.“

Besonders relevante Bereiche seien Gehwege, Innenstadtgassen und -plätze, Hangstrecken, Kita- und Schulwege sowie natürlich Wege für Rettungsfahrzeuge, so Spogat. Wegen der hohen Schneefälle habe man zusätzlich noch vier weitere Firmen kurzfristig beauftragt. „Wie im gesamten Bus-und Bahnverkehr deutschlandweit waren die ersten Tage sehr schwierig, zusätzlich fiel beim Unternehmen ein Räumschlepper und auch auch bei uns ein Räum-Lkw aus“, erklärt der Bürgermeister.

Von Peter Zerhau

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