Es geht um die Erde

Fridays for Future: Fritzlarer Schüler kämpfen bei Demo für die Umwelt 

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Für den Klimaschutz: Justin Iglhaut (hinten von links), Rafael Schneider, Karina Dreißigacker, Kevin Schinkowski, Mia Dubilzig (vorn von links) und Trixi Kurzner. 

Fritzlar. Eisessen, Schwimmen, es hätte viele Möglichkeiten gegeben an diesem Freitag. Doch knapp 30 Fritzlarer Schüler hatten schon etwas vor: Fridays for Future.  

Denn das Fritzlarer Organisationsteam hat gestern zum zweiten Mal zu einer  Kundgebung eingeladen. „Wir sind keine großen Experten“, sagt Zehntklässler Justin Iglhaut, einer der Organisatoren. „Aber es geht hier um unsere Erde, unsere Zukunft.“ Deshalb demonstrierte die Schülergruppe erneut mit Plakaten, Musik und Megafon auf dem Marktplatz und zogen anschließend los, um Müll zu sammeln.

Der Kohleausstieg und die grundsätzliche Realisierung des Pariser Klimaabkommens sind nur ein Teil der Ziele, auf die Justin Iglhaut und seine Freunde aufmerksam machen wollen: „Alle sollten sich darüber bewusst sein, dass jedes Handeln eine Auswirkung auf die Umwelt hat.“

Es gehe dabei nicht darum, Menschen vorzuschreiben, was sie zu tun oder zu lassen haben. „Aber es ist doch so einfach, ein bisschen umweltfreundlicher zu leben“, findet der 16-Jährige. Plastik reduzieren, einige Wege zu Fuß gehen, Abfall richtig entsorgen – so schwer könne das doch nicht sein, findet auch Karina Dreißigacker. „Die paar Meter bis zum Mülleimer sind doch wohl nicht zu weit“, sagt die 13-Jährige.

Friedliche Kundgebung 

Bei der vergangenen Kundgebung waren etwa 150 Fritzlarer auf dem Marktplatz unterwegs gewesen, um sich die Redebeiträge anzuhören. Diesmal hörten zwar deutlich weniger Menschen zu, „aber es geht diesmal ja auch vor allem um die Müllsammelaktion im Anschluss“, erklärt Justin.

Fridays for Future: Fritzlarer Schüler engagieren sich auf dem Marktplatz für die Umwelt.

Auch für Trixi Kurzner stand gestern fest: Sie will ihr Plakat in die Höhe halten, anstatt Eis zu essen. Dass es immer noch so wenig Gleichaltrige gibt, die ihr Engagement teilen, macht die Zwölfjährige traurig: „Manchmal wird uns sogar vorgeworfen, dass wir schwänzen, wenn wir für eine Aktion vom Unterricht freigestellt werden.“ Dabei gehe es doch um so viel mehr. Keine Zeit, keine Lust? Für Trixi sind das schlechte Ausreden. Wie bereits vor vier Wochen lief auch diese Kundgebung friedlich ab. „Trotzdem sind wir für alle Fälle hier“, sagt Silke Pollack, Fritzlarer Hauptkommissarin. „Es ist so wichtig, dass die Schüler hier auf dem Marktplatz ihre freie Meinung äußern.“

Der nächste Termin für eine Kundgebung des Fridays-For-Future-Teams Fritzlar steht bereits fest: Am Freitag, 28. Juni, werden die Schüler wieder da sein – fest entschlossen, ihren Teil zur Rettung der Erde beizutragen.

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