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Fritzlar setzt auf mehr Solarstrom

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Von: Daniel Seeger

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Fotovoltaik soll auch in der Dom- und Kaiserstadt weiter ausgebaut werden (Symbolfoto).
Fotovoltaik soll auch in der Dom- und Kaiserstadt weiter ausgebaut werden (Symbolfoto). © Fotovoltaik soll auch in der Dom- und Kaiserstadt weiter ausgebaut werden

Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet in der Dom- und Kaiserstadt weiter voran. Das Kieswerk Oppermann baut eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Werksgelände nördlich der Kernstadt. 

Fritzlar – Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet in der Dom- und Kaiserstadt weiter voran. Kürzlich wurde mit dem Bau einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Gelände des Kieswerks Oppermann nördlich der Kernstadt begonnen – fertiggestellt wird die Anlage voraussichtlich im ersten Halbjahr 2023, heißt es in einer Mitteilung.

Etwa 60 Prozent des erzeugten Stroms werden für den Eigenverbrauch des Kieswerks genutzt, die übrigen 40 Prozent ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Die Kosten für das Projekt belaufen sich laut Meldung der Firma Oppermann auf insgesamt 950 000 Euro netto. Die Anlage wird über eine Nennleistung gemäß Standard-Testbedingungen von 750 Kilowatt verfügen. Somit sollen jährlich 660 000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden.

„Ich bin dankbar und froh, dass in der aktuellen Krisensituation der erste Solarpark in Fritzlar entsteht“, sagt Bürgermeister Hartmut Spogat im Gespräch mit unserer Zeitung. Zum Vergleich: Die Wasserkraftanlage am Ederwehr versorgt laut Spogat rund 130 Haushalte mit Strom. Die Energie, die von der neuen Fotovoltaikanlage produziert wird, könne theoretisch 200 Haushalte versorgen.

Kieswerk Oppermann baut eine Fotovoltaik-Anlage

In Fritzlar gibt es beim Ausbau der erneuerbaren Energien eine große Diskrepanz zwischen der Kernstadt und den Stadtteilen. „Die Stadtteile wären energetisch fast autark“, so der Bürgermeister. Das liege an den vielen privat installierten Fotovoltaik-Anlagen, beispielsweise auf Dächern. Außerdem existiert in Lohne eine Biogasanlage, an die nun auch das Multifunktionshaus angeschlossenen ist.

In der Altstadt war es lange Zeit nicht möglich, Fotovoltaik-Anlagen auf Dächern anzubringen. Seit diesem Jahr ist das anders. Grund ist eine Änderung der Gestaltungssatzung, die auf Antrag von SPD, Grünen und FW einstimmig in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde. Das Großprojekt auf dem Gelände des Kieswerks ist nicht das einzige in Fritzlar – im Stadtteil Werkel plant eine Gruppe lokaler Investoren eine Anlage in Autobahnnähe.

Für die Firmengruppe August Oppermann sei der Bau der Anlage in Fritzlar ein Meilenstein der Unternehmensgeschichte. Mit dieser und weiteren Investitionen im Bereich Solarenergie werde eine größere Unabhängigkeit vom globalen Energiemarkt erlangt und die CO2-Bilanz verbessert. (Daniel Seeger)

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