Nach Beschwerden der Anwohner

Ordnungsamt und Freiwilliger Polizeidienst: Fritzlar setzt in der Allee auf Kontrollen

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Steht im Fokus: Die Allee in Fritzlar. Unser Luftbild ist während des Aktionstages der Fritzlarer Jugendfeuerwehren entstanden.

Fritzlar. „Die Anwohner sollen in Ruhe wohnen und leben können“, sagt Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat. Um diese Ruhe zu gewährleisten, will die Stadt als Ordnungsbehörde in der Allee mehr Präsenz zeigen.

Das hat Spogat dem Ehepaar Scharf zugesagt. Nachdem sich die Scharfs mit weiteren Anwohnern der Von-Hund-Gasse über Sachbeschädigung, Vermüllung und Lärmbelästigung rund um die Allee beschwert hatten, gab es ein Gespräch mit dem Rathauschef (wir berichteten).

Morgens und vormittags sollen der Stadtjugendpfleger und das Ordnungsamt verstärkt kontrollieren. Sie sollen mit den Jugendlichen sprechen, die vor Schulbeginn schon an der Stadtmauer stehen, rauchen und ihren Müll hinterlassen. Am Abend übernehme der Sicherheitsdienst im Zuge des Objektschutzes.

Spogat erhofft sich Unterstützung vom Freiwilligen Polizeidienst. Der soll noch in diesem Jahr mit acht Mitarbeitern starten und auch in der Allee Streife laufen.

Jeder Ehrenamtliche kann im Monat 25 Stunden in der Stadt und den Stadtteilen unterwegs sein. Bei acht Ehrenamtlichen macht das 200 Stunden im Monat. Wer den Freiwilligen Polizeidienst absolviert, ist noch unklar. Die Bewerberauswahl und Schulung durch die Polizei steht noch aus. Laut Spogat gebe es jedoch viele Interessenten, die gerne abends unterwegs seien, um für Sicherheit zu sorgen. Ingrid Scharf begrüßt den Freiwilligen Polizeidienst. Sie sorgt sich nur, dass dies „ausgeht wie das Hornberger Schießen“. Sie schlägt vor, dass nicht Fritzlarer den Dienst in der Stadt übernehmen, sondern vielleicht die Kooperationspartner aus Gudensberg und Bad Wildungen. So sei sichergestellt, dass niemand ein Auge zudrückt, wenn vielleicht doch mal die Tochter vom Nachbarn für Ärger sorgt.

Als weiteren Schritt kommt die bereits angekündigte Videoüberwachung am Busbahnhof dazu. „Das finde ich sehr gut“, sagt Scharf. Das Gespräch mit dem Bürgermeister bezeichnete sie als konstruktiv. „Er hat unsere Sorgen ernst genommen“, erklärte Scharf.

Es soll nicht das letzte Gespräch sein. „Es wird mit allen Anliegern einen Vor-Ort-Termin geben“, kündigte Spogat an.

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