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Streichliste für Hessentag – Hohe Baupreise: Spogat will umplanen und Defizit vermeiden

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Von: Maja Yüce

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Auf dem Foto ist ein altes Bild der Stadthalle in Fritzlar zu sehen.
Damals wie heute: Die Stadthalle war 1974 das Herzstück der Hessentags-Planung und sie ist es auch in der Planung für den Hessentag 2024. © HNA-Archiv

Und wieder wird alles teurer: Die Investitionen für den Hessentag 2024 sind immens hoch.

Fritzlar – Hohe Baupreise werden jetzt für die geplanten Hessentagsprojekte in Fritzlar zu einem massiven Problem: „Mich treibt eine große Sorge um“, sagt Bürgermeister Hartmut Spogat im HNA-Gespräch. „Die Kosten laufen aus dem Ruder.“ Es sei sinnvoll, den eingeschlagenen Kurs zu ändern, damit der Hessentag nicht zu einem finanziellen Desaster für die Stadt werde.

Konkret schlägt Spogat vor, den Bau der Sporthalle, die ursprünglich 3,6 Mio. Euro kosten sollte und nun bei 5 Mio. Euro liegt, zu verschieben oder zu streichen. Das wolle er auch den Stadtverordneten in der nächsten Sitzung nahelegen. Sie müssten dann darüber entscheiden. Für den Sport bleibe neben den bereits bestehenden Hallen dann noch immer der geplante Kunstrasenplatz. „Wir verlieren den Sport nicht aus den Augen“, betont Spogat. Der Platz, der mit einem geringen Wasserbedarf ressourcenschonend sei, ist mit einer Mio. Euro veranschlagt.

Stadthalle Fritzlar: Von 3,25 Millionen Euro zunächst auf 4,6 Millionen Euro und nun 5,3 Millionen Euro

Verschiebe oder streiche man die Sporthalle, hätte man mehr Geld für die anderen Projekte zur Verfügung – sie alle würden deutlich teurer als geplant. So sind zum Beispiel auch die Kosten für die Stadthalle, ein Schlüsselprojekt des Hessentages, erneut gestiegen: Von 3,25 Mio. Euro zunächst auf 4,60 Mio. Euro und nach erneuten Ausschreibungen auf nun 5,3 Mio. Euro. Ziehe man die Förderung von 1,5 Mio. Euro ab, bleibe noch immer ein städtischer Anteil von annähernd 4 Mio. Euro. Klar sei: Bei der Sanierung des Festsaals der Stadthalle, die bereits läuft, müssten Abstriche gemacht werden – bei der Ausstattung. Doch solle dabei die gewünschte Qualität des Saales nicht leiden, betont er.

„Die exorbitanten Preissteigerungen nach den Kostenberechnungen der Architekten, auch die eingehenden Angebote nach den Ausschreibungen zeigen Preissteigerungen von bis zu 60 Prozent, teils sogar darüber“, so Spogat. Und: Erneute Ausschreibungen würden bei der Auslastung der Firmen wohl zu keinem besseren Ergebnis führen. Jetzt sei noch der richtige Zeitpunkt für Änderungen bei den Investitionen. „Mein Ziel ist und bleibt ein solider und überschaubarer Hessentag“, betont Spogat. (Maja Yüce)

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