Großer Überschuss 

Fritzlarer Bürgermeister stellt Haushalt 2020 vor: Große Investitionen geplant

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In die Jahre gekommen: Die Fritzlarer Stadthalle müsste dringend saniert werden, betont Bürgermeister Hartmut Spogat beim Einbringen des Haushalts. 

Ein Überschuss von rund zwei Millionen Euro auf der einen Seite, viele große Investitionen auf der anderen – damit soll Fritzlar das Jahr 2020 beenden.

Den geplanten Haushalt hat Bürgermeister Hartmut Spogat dem Parlament in der Sitzung am Donnerstag vorgestellt.

Neben den bereits begonnen großen Projekten wie dem Hochzeitshaus und dem Bürgerbüro gibt es zahlreiche weitere Vorhaben, die der Bürgermeister auch im Namen des Magistrats für das kommende Jahr vorschlägt. An erster Stelle stehe dabei der geplante Neubau der Kindertagesstätte Sehrgärten. 

Für die Kindertagesstätte mit sieben Gruppen werden voraussichtlich etwa 5,2 Millionen Euro fällig. „Der Bedarf an Kinderbetreuung wächst in Fritzlar stetig“, sagt der Bürgermeister.

Betriebserlaubnis läuft aus 

Für die Kinderarche in der Zennernsiedlung laufe die Betriebserlaubnis aus. Geplant sei trotzdem, zusätzlich zu den sieben neuen Gruppen in den Sehrgärten wenigstens für die zwei U-3-Gruppen der Kinderarche eine neue Erlaubnis zu beantragen.

Kanal- und Straßensanierungen, Radwege, Spielplätze, Gerätschaften für die Feuerwehren – all das soll Fritzlars Image weiter steigern. Im geplanten Finanzhaushalt wirft der Bürgermeister den Blick aber nicht nur auf das kommende Jahr, sondern auch auf 2024. 

Die Chancen stehen gut, dass der Hessentag dann in Fritzlar ausgerichtet wird. Noch sei in Wiesbaden keine Entscheidung getroffen worden, sagt Spogat. „Allerdings sind wir momentan der einzige Bewerber.“

Projekte für Hessentag 

Um den Hessentag, sollte er tatsächlich in Fritzlar stattfinden, im möglichst attraktiven Umfeld zu gestalten, schlägt Spogat folgende Projekte vor: den Umbau des Bahnhofes mit Park-and-Ride-System auf einer Fläche südlich der Bahngleise, neue Sportstätten, den Bau eines Kunstrasenplatzes, neue Parkflächen, Straßensanierungen sowie den Bau von Kreiseln beispielsweise Am Hohlen Graben und am Schladenweg.

Ein dringender Wunsch sei außerdem die Sanierung der Stadthalle. Seit 1976 sei diese ordentlich in die Jahre gekommen, sagt der Bürgermeister. „Bürger und Vereine wären begeistert, wenn die Halle in neuem Glanz erstrahlen würde.“ Sicherlich wären für die Sanierung mehr als eine Million Euro fällig, so Spogat.

Noch nie dagewesenes Ereignis 

Ein Überschuss von etwa zwei Millionen Euro, bei dem keine Kredite notwendig und gleichzeitig große Investitionen möglich sind – das sei ein noch nie da gewesenes geplantes Ergebnis, sagt der Bürgermeister in seiner Rede. „Man kann mit Recht von Stabilität und Verantwortungsbewusstsein im Finanzwesen sprechen.“

Im Ergebnishaushalt steigen die ordentlichen Erträge um circa 1,1 Millionen Euro. Höhere Gewerbesteuer- und Grundsteuereinnahmen sind unter anderem die Gründe dafür. Dass auch die ordentlichen Aufwendungen um etwa eine Million Euro steigen, hat laut Spogat vor allem mit der geplanten Sanierung der Stadtmauer im Bereich Amberg und den höheren Kosten für die Kinderbetreuung in Fritzlar tun.

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