1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fritzlar-Homberg
  4. Fritzlar

Vor dem Dom in Fritzlar: „Es waren drei tolle Abende“

Erstellt:

Von: Daniel Seeger, Maja Yüce

Kommentare

Zwei Erfolgsgeheimnisse von „Vor dem Dom“: Das Programm des Kultursommers, wie der Auftritt der Dezibelles bei der A-cappella-Nacht und das Weindorf, das der Kulturverein Fritzlar organisiert.
Zwei Erfolgsgeheimnisse von „Vor dem Dom“: Das Programm des Kultursommers und das Weindorf, das der Kulturverein Fritzlar organisiert. © Sascha Hoffmann

Die Veranstalter vom Weindorf und von Vor dem Dom in Fritzlar ziehen eine positive Bilanz. Nur die Hitze wurde zum Problem.

Fritzlar – Mehr als 1500 Zuschauer waren beim 33. Festival „Vor dem Dom“ in Fritzlar dabei. „Es waren wieder tolle drei Abende“, sagt die Intendantin des Kultursommers Nordhessen, Maren Matthes. Von einer Corona-Zurückhaltung, wie sie viele andere Veranstalter beklagen, spüre der Kultursommer nichts. „Wir sind insgesamt mit den Kultursommer-Veranstaltungen bis zu 85 Prozent ausgelastet“, sagt sie.

Einen Grund dafür, dass das Programm des Kultursommers so gefragt ist, sieht sie auch bei den vielen Open-Air-Veranstaltungen. Auch vor dem Dom in Fritzlar sitzen die Besucher unter freiem Himmel – in diesem Jahr an drei tropisch warmen Abenden.

Ein Programmhöhepunkt sei der Auftritt der Schweinfurter Breakdancer und ihrem Stück „Breakin’ Mozart“ gewesen. Ein Wiedersehen mit ihnen sei sehr wahrscheinlich, so Matthes. „Allerdings nicht gleich im nächsten Jahr.“ Eine Entdeckung war für die Intendantin das Gastspiel von „La Finesse“ und erneut sei die A-cappella-Nacht der Publikumsrenner gewesen.

Während die Besucher es sichtlich genossen, bei Temperaturen um die 30 Grad ohne zusätzlich Jacken oder Decken auszukommen, sahen das die vielen Helfer und Mitarbeiter von Kultursommer, Kulturverein und Stadt Fritzlar beim Aufbau von Tribüne, Bühne, Technik und Weindorf deutlich anders. „Sie hatten es bei der Hitze besonders schwer“, sagt Matthes. „Wir sind dankbar, dass es alle trotz der hohen Temperaturen so souverän gemeistert haben.“ Der große Dank der Intendantin richtet sich insbesondere auch an den Kulturverein Fritzlar, der erneut das Weindorf organisierte.

„Es wird von allen gut angenommen und kommt sehr gut an – auch bei unseren Sponsoren, die dort Empfänge ausrichten. Wir freuen uns schon auf die nächste Kooperation mit dem Kulturverein“, so Matthes.

Der Auftritt der Dezibelles bei der A-cappella-Nacht.
Der Auftritt der Dezibelles bei der A-cappella-Nacht. © Sascha Hoffmann

Die gute Kooperation mit dem Kultursommer hob auch Jutta Schröder-Wagnitz, vom Kulturverein Fritzlar hervor. „Die Zusammenarbeit mit dem Kultursommer war sehr gut“, betont die Vorsitzende. Auch aus Sicht des Kulturvereins lasse sich ein positives Fazit ziehen. So sei das Weindorf deutlich besser angenommen worden als in den vergangenen beiden Jahren.

Allerdings habe sich die große Hitze am Donnerstag bemerkbar gemacht. „Unser Sorgenkind war die Kühlung. Der Kühlwagen hat die Temperaturen nicht mitgemacht und ein Ersatzwagen war am selben Tag nicht zu organisieren.“

Als „Großartig“ beschreibt sie das Engagement der vielen freiwilligen Helfer, ohne die das Weindorf nicht zu stemmen gewesen sei. Aber es fehle hinten und vorn an Nachwuchs im Verein.

„Ich fand das Programm sehr schön – schade, dass es nicht an allen Tagen so gut besucht war. Das wirkte sich auch aufs Weindorf aus“, so Schröder-Wagnitz. Mehr Zuschauer hätte sich auch Intendantin Maren Matthes vor allem am Freitagabend gewünscht. Und: Stammgästen von „Vor dem Dom“ wird es aufgefallen sein, in den vergangenen Jahren gab es kein Theaterstück mehr bei „Vor dem Dom“. „Das Genre ist bei der Auswahl nicht ausschlaggebend“, sagt Matthes. Tanz, Literatur, Jazz, Klassik und auch Theater seien möglich. „Wir sind wie Trüffelhunde auf der Suche nach den besten Stücken“, so die Intendantin.

Allerdings funktioniere in Fritzlar Theater meist nur mit prominenter Besetzung und die Kombination aus Promi und guter Produktion, die mit einer relativ kleinen Bühne auskomme, sei sehr selten, „aber nicht ausgeschlossen“, so die Intendantin.

Von Daniel Seeger Und Maja Yüce

Auch interessant

Kommentare