Allein 20 Reisebusse kamen zu Advent in den Höfen

Fritzlar wird immer beliebter: Stadtführergilde rechnet mit noch mehr Touristen

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Diese Führung gehört seit Jahren fest zum Programm: Axel Kirchner als Radolf, der Henker von Fritzlar, führt die Besucher zum Grauen Turm. 

Die Stadt Fritzlar wird bei Touristen immer beliebter. Besonders deutlich wurde das bei Advent in den Höfen im Dezember. „20 Reisebusse sind nach Fritzlar gekommen. Das ist ein Rekord“, freut sich Manfred Ochs von der Stadtführergilde.

Allein vier Busse kamen aus der Region Wolfenbüttel/ Braunschweig/Hannover, einer sogar aus dem schleswig-holsteinischen Husum. Die Erklärung für den Erfolg klingt einfach: „Wir haben es in mehr Kataloge für Busreisen geschafft“, sagt Ochs. Anstatt nach Nürnberg zum Christkindlesmarkt oder zum Erfurter Weihnachtsmarkt sind die Veranstalter dieses Mal nach Fritzlar gefahren. Die Stadtführergilde hat die Tagestouristen morgens empfangen, ihnen Stadt und Höfe gezeigt. So waren sie für den Abend vorbereitet.

Manfred Ochs und seine Mitstreiter ackern an vielen Ecken dafür, die Stadt bekannt zu machen. Sie sind etwa über den Bundesverband der Gästeführer in Deutschland beim Deutschen Gästeführertag und auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin vertreten. Fritzlar steht dort in einer Reihe mit den Gästeführern aus Hamburg und München. Im Vergleich zu den anderen Mitgliedern ist die Fritzlarer Stadtführergilde mit ihren 22 Aktiven klein.

Die Arbeit zahlt sich aus. Lange Zeit galt Fritzlar als Beiprogramm. Wer mehrere Tage nach Kassel oder an den Edersee reiste, fuhr dann auch mal nach Fritzlar. Inzwischen gilt die Stadt als eigenständiges Reiseziel. „Das hat eine neue Qualität“, sagt Ochs. Früher konnte die Stadtführergilde im Oktober die Füße hochlegen. „Rosenmontag haben wir dann mal wieder aus dem Fenster geguckt, was das Wetter macht“, sagt Ochs und lacht. Auch das hat sich geändert: Es gibt keine Ruhepause mehr. Heiligabend, Weihnachten, Neujahr: Irgendeine Führung ist immer.

Manfred OchsVorsitzender Stadtführer-gilde

Der Klassiker sind die offenen Führungen von März bis Oktober. Einfach zum Rathaus kommen und mitgehen. Für Ochs sind die immer ein Lotteriespiel. „Wenn man Pech hat, kommt niemand und man geht einen Kaffee trinken. Manchmal sind aber 70 Leute da und man klingelt am Haus gegenüber und bittet um Unterstützung. Dort wohnt nämlich der nächste Kollege“.

Bei der Stadtführergilde gehen unterdessen die Planungen weiter und weit über das Jahr 2020 hinaus. Im nächsten Jahr findet der Deutsche Wandertag in Bad Wildungen und in der Erlebnisregion Edersee statt. Im selben Jahr feiert die Kirche 1000 Jahre Heinrichskreuz und auch das Dommuseum und das Museum im Hochzeitshaus sollen nach Umbau wieder öffnen. 2024 könnte Fritzlar zudem den Hessentag ausrichten.

Alles gute Gründe, die Dom- und Kaiserstadt zu besuchen. „Die nächsten fünf Jahre sind für uns besonders spannend. Wir rechnen mit noch mehr Gästen“, so Ochs.

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