Ideenschmiede für das große Landesfest

Fritzlarer arbeiten an Plan für den Hessentag 2024

Bereits im Jahr 1974 sorgte der Hessentag in Fritzlar für großen Trubel in der Innenstadt. In vier Jahren soll das große Fest wieder in der Domstadt ausgerichtet werden.
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Bereits im Jahr 1974 sorgte der Hessentag in Fritzlar für großen Trubel in der Innenstadt. In vier Jahren soll das große Fest wieder in der Domstadt ausgerichtet werden.

In vier Jahren ist es so weit: Der Hessentag kommt wieder nach Fritzlar. Schon jetzt beteiligen sich unter anderem auch Vertreter von Schulen und Vereinen an einem umfassenden Konzept.

Das Datum steht noch nicht fest, doch dass er 2024 in Fritzlar stattfinden soll, ist sicher: Nach 46 Jahren wird die Dom- und Kaiserstadt erneut Gastgeber des Hessentages und feiert damit auch ihren 1300. Geburtstag. Fritzlar erfülle alle Voraussetzungen, das Fest stemmen zu können, so Bürgermeister Hartmut Spogat am Mittwochabend vor rund 80 Vertretern von Vereinen der Stadt.

„Wir brauchen sie alle, egal von welchem Verein, von welcher Körperschaft“, so Spogat während der Informationsveranstaltung in der Stadthalle, in dem er das Konzept einer Hessentagspartnerschaft vorstellte.

Der Hessentag stelle eine Herausforderung dar, könne jedoch ein starker Impulsgeber sein für eine Stadt, warb Spogat. Die Erfahrungen aus anderen Hessentagsstädten hätten gezeigt, dass Städte mit stabiler Haushaltslage, und dazu zähle auch Fritzlar, die finanziellen Belastungen innerhalb weniger Jahre kompensieren könnten. Das entstandene Defizit lag jeweils zwischen 2,5 und fünf Millionen Euro.

Um das Fest organisieren zu können, gibt es unter anderem einen Hessentagsbeirat, dem neben dem Bürgermeister zehn Stadtverordneten (jeweils zwei aus jeder Fraktion) sowie die Hessentagsbeauftragten Matthias Bode, Stephanie Hetzler und Gerhard Schütt angehören. Entsprechend einem Handlungsleitfaden aus der Staatskanzlei für Hessentagsstädte hat die Stadt fünf Themenschwerpunkte heraus gearbeitet: Sicherheit und Verkehr, Infrastruktur, Finanzen und Controlling, Marketing und Veranstaltungen. Hierzu soll es Arbeitsgruppen geben, in denen sich die Bürger und Vereine einwählen, engagieren und ihre Ideen einbringen können.

Einige Eckpunkte des Festes werden seitens des Landes vorausgesetzt: Dazu gehören eine Landesausstellung mit rund 25 000 Quadratmeter Fläche, ein Festzelt in der Größe von etwa 5000 Quadratmetern, die Bereitstellung einer 10 000 Quadratmeter großen Fläche für die Ausstellung „Natur auf der Spur“, einen Festzug und das Aufstellen einer 700 Plätze umfassenden Ehrentribüne, eine Hessentagsstraße mit Ständen sowie nicht zuletzt das Bereitstellen ausreichender Parkflächen. Finanziell, zeitlich und auch flächenmäßig könne Fritzlar das Fest stemmen, versicherte Spogat. Nun gelte es, Ideen zu sammeln, engen Kontakt zur Staatskanzlei zur halten und Förderprogramme nach Fritzlar zu ziehen.

Festzug bei Hessentag könnte quer durch Fritzlar ziehen

Flächen der Gewerbeausstellung, der Ederwiesen und der Pferdemarktplatz könnten für Festzelt, Ausstellung „Natur auf der Spur“ und Landesausstellungen zur Verfügung stehen, dazu Grünflächen neben dem Gewerbegebiet im Norden der Stadt. Die Hessentagsstraße könnte sich vom Festplatz aus hoch in die Altstadt ziehen, die Bundesstraße 450 sollte als Verkehrsader während des Fests offen bleiben, der Festzug würde vom Hellenweg in Richtung Altstadt und vorbei an der Ehrentribüne am Marktplatz ziehen – ein Fest einmal quer durch die Stadt. Um die Verbindung zwischen den Veranstaltungsflächen, dem Pferdemarktplatz sowie der Altstadt zu sichern, sollte ein Shuttleverkehr eingerichtet werden, so Bürgermeister Hartmut Spogat.

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