Fritzlarer Kampfhubschrauber-Regiment ist bereit für Einsatz in Mali

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Sie bereiten sich seit Wochen auf einen Einsatz im afrikanischen Mali vor: die Soldaten des Fritzlarer Kampfhubschrauber-Regiments 36. Sie sollen mit dem „Tiger“ Hilfe leisten.

Fritzlar. Die Fritzlarer Soldaten sind bereit. Wenn das Kampfhubschrauber-Regiment 36 heute den Befehl zum Einsatz in Mali erhielte, wäre es vorbereitet. Die Soldaten sind geimpft, das Material ist verpackt.

„Es könnte theoretisch losgehen. Die ersten könnten losfliegen", sagt Oberstleutnant Remo Templin-Dahlenburg. Seit Wochen bereiten sich die Soldaten der Fritzlarer Georg-Friedrich-Kaserne auf einen Einsatz in dem afrikanischen Land vor.

Das Fritzlarer Regiment ist das einzige Kampfhubschrauber-Regiment der deutschen Streitkräfte. Es ist immer gefordert, wenn Kampfhubschrauber benötigt werden.

Doch vor einem Befehl stand die Zustimmung des Bundestages. Er hat am Donnerstag mehrheitlich für die Ausweitung des Einsatzes in Mali votiert.498 von 556 Abgeordneten stimmten dafür, dass künftig statt wie bisher maximal 650 nun bis zu 1000 Soldaten bei der Umsetzung des Friedensabkommens helfen sollen. 55 Abgeordnete stimmten dagegen, drei enthielten sich. Die UN-Mission gilt als gefährlichster Einsatz der Bundeswehr. Gruppierungen wie Al-Kaida terrorisieren den Norden des afrikanischen Staats schon lange.

R. Templin-Dahlenburg

Die Bundeswehr möchte acht Maschinen nach Mali schicken, vier Transporthubschrauber des Typs NH90 und vier Kampfhubschrauber des Typs „Tiger“. Die Soldaten schließen mit ihrem Einsatz eine Lücke, die durch den Abzug niederländischer Helikopter entsteht. Die Kampfhubschrauber werden zum Schutz der Sanitätshubschrauber eingesetzt. Sie sollen die Rettung verletzter Soldaten der Vereinten Nationen und der malischen Armee sicherstellen.

Anfang des Jahres habe das Kampfhubschrauberregiment 36 einen Vorbefehl erhalten. Seitdem seien die Planungen konkreter, wie Templin-Dahlenburg erklärt. Die Bundeswehr habe durchgespielt, wie viel Personal und wie viel Material sie für den Einsatz benötigt. Die Soldaten wurden speziell ausgebildet und medizinisch untersucht. An den Planungen hänge viel dran, sagt der Presseoffizier.

Es werden aber nicht alle Soldaten gleichzeitig in die Mission starten. Denkbar sei, dass als erstes zehn bis 15 Fritzlarer Soldaten zusammen mit den Transporthubschraubern NH90 nach Afrika gehen. Nach einem Bericht der Nachrichtigenagentur dpa, beginnt die Bundeswehr am Freitag mit dem Transport von Hubschraubern. Wie Templin-Dahlenburg erklärte, seien davon aber nur die Maschinen des Typs NH90 betroffen. Nach derzeitigen Planungen werden die „Tiger“ nicht vor März verlegt. Dann können etwa 50 weitere Soldaten in Fritzlar aufbrechen.

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