Dreierbündnis vor dem Aus

Fritzlarer Koalition aus CDU, FDP und FWG droht zu platzen

Fritzlar. In Fritzlar steht die Allianz zwischen CDU, FDP und den Freien Wählern vor dem Aus. Im Dezember schon hatten die Freien Wähler zur Überraschung von CDU und FDP den Haushalt 2017 abgelehnt.

Von Anke Laumann

Fritzlar. Ein Jahr nach der Kommunalwahl steht die Koalition in der Fritzlarer Stadtverordnetenversammlung vor dem Aus. Die Allianz zwischen CDU, FDP und den Freien Wählern droht zu platzen.

Für den Zwist gibt es mehrere Gründe. Der eine liegt in der Dezembersitzung der Stadtverordneten. Damals hatten die Freien Wähler zur Überraschung von CDU und FDP den Haushalt 2017 abgelehnt. „Sie haben dagegen gestimmt, ohne uns vorher zu informieren“, kritisiert Dr. Hans-Gerhard Heil (CDU). Noch in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wenige Tage zuvor hätten die Freien Wähler für das Zahlenwerk gestimmt. Vor der Stadtverordnetensitzung habe es ein Treffen der CDU- und FDP-Fraktionsvorsitzenden gegeben, zu dem die Freien Wähler nicht eingeladen worden seien. „Es wurde vorausgesetzt, dass wir dem folgen, was die CDU vorlegt“, betonte Fraktionsvorsitzender Dr. Christoph Pohl. Dabei könne man auch innerhalb einer Koalition unterschiedliche Ansätze haben.

Bereits seit Monaten hatte es zwischen den Fraktionen rumort. Nach der Wahl hatten sich CDU, FDP und Freie Wähler zu gemeinsamen Fraktionssitzungen verabredet. Die Diskussionen dort waren laut Heil „sehr hitzig“. Auch für Dr. Richard Gronemeyer (FDP) hatten sie sich nicht bewährt. „Wir sind frisch und drücken aufs Gas“, sagte Pohl. Das bringe ein Rumoren mit sich. Die Parteien hatten entschieden, auf die gemeinsamen Sitzungen zu verzichten. Um die Stimmung auf ein „ruhiges Niveau“ (Heil) zu bringen, sollten sich nur noch die Fraktionsvorsitzenden absprechen.

Union und FDP alleine haben im Parlament eine Mehrheit von einem Sitz. „Wir können bestimmen, was in Fritzlar passiert und was nicht“, erklärt Heil. Aus Sicht der CDU sei die Koalition jedoch nicht geplatzt. Auch für die Freien Wähler hat sie Bestand. „Wir müssen reden“, kündigte Pohl an. Zum Tage, Hintergrund

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