Fritzlarer Parlament: Große Mehrheit für Neubau der Regenbogenschule

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Container sollen hier aufgestellt werden: Schüler aus Lohne sollen vorübergehend in Züschen (unser Bild) unterrichtet werden.

Fritzlar. Sie klopften auf die Tische und applaudierten sich selbst zu ihrer Entscheidung: Die Fritzlarer Stadtverordneten haben sich am Donnerstagabend mit großer Mehrheit - es gab zwei Gegenstimmen - für nur einen Standort für die Regenbogenschule und zudem für die Forderung nach einem Neubau ausgesprochen.

Derzeit ist es eine Grundschule mit zwei Standorten. Nachdem das Schulgebäude in Lohne wegen Baumängeln geschlossen wurde, entbrannte in den vergangenen Monaten eine vor allem in Lohne und Züschen emotional geführte Diskussion um den künftigen Schulstandort.

Man sei der Meinung, die richtige Entscheidung getroffen zu haben und so ein Zeichen für die Zukunft der Dorfschule zu setzen, sagte Dr. Hans-Gerhard Heil (CDU). Das Schulgebäude in Lohne sei in einem völlig desolaten Zustand und der Unterricht dort nicht mehr zumutbar. Auch das Haus in Züschen sei in die Jahre gekommen, sagte Heil. Zugleich warf er einen Blick nach Willingshausen, wo eine neue Schule gebaut wurde. Nun hoffe man auch in Fritzlar darauf, dass der Kreis ein Zeichen für die langfristige Sicherung der Schule setze.

Von tiefen Gräben und hohen emotionalen Wellen sprach Martin Hannappel (SPD). Dabei wollten doch alle nur das Beste für die Kinder. Nun müssten schnellstmöglich Container in Züschen aufgestellt werden, damit die Kinder aus Lohne nicht mehr im Dorfzentrum unterrichtet werden müssten. Etwa 1,5 Millionen Euro könnte der Schulneubau kosten. Bei 2,7 Mio. Euro Schulumlage, die Fritzlar an den Kreis zahle, habe die Stadt die Schule schon bezahlt, sagte Hannappel.

Der Landkreis müsse sich als Schulträger zudem die Frage stellen lassen, warum das Gebäude in Lohne in einem solch schlechten Zustand sei. Ob Lohne oder Züschen der richtige Standort sei, „das mögen wir nicht entscheiden“, sagte Thomas Ellenberg (Grüne). Man könne es nicht allen recht machen, es sei nicht zeitgemäß, in jedem Ort eine Schule zu haben. Heil betonte, dass man jeden sinnvollen Standortvorschlag des Kreises für den Schulneubau akzeptiere. „Das dürfte nur eine Formalie sein.“

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