1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fritzlar-Homberg
  4. Fritzlar

Fritzlarer Theatergruppe KultT feiert 20-jähriges Bestehen

Erstellt:

Von: Daniel Seeger

Kommentare

Eine Szene aus dem Stück „Neuland“: Auf dem
Eine Szene aus dem Stück „Neuland“. © Karl-Heinz Mierke

Zu ihrem 20-jährigen Bestehen betritt die Fritzlarer Theatergruppe KultT mit einer selbst erarbeiteten Inszenierung „Neuland“.

Fritzlar – In ihrer gleichnamigen Produktion behandeln die Akteure facettenreich die Themen Heimat und Ferne, heißt es in einer Mitteilung der Gruppe. Denn erst an fremden Orten würde den meisten Menschen bewusst, wie wertvoll ihnen die eigene Heimat sei. Das Publikum erwartet kein Theaterstück im herkömmlichen Sinne. „Gespielt werden einzelne Szenen, die rein aus den Schauspielern heraus entwickelt wurden“, sagt Ulrike Wandelt, die bei diesem Stück die theaterpädagogische Leitung innehat. Für KultT war das eine völlig neue Herangehensweise. Denn bisher wurden fertige Stücke von der Regie vorgelegt, in deren Rollen man sich einfühlen sollte und bei denen das Textlernen im Vordergrund stand. „Am Anfang war nicht klar, in welche Richtung sich alles entwickeln wird“, sagt sie.

Anregungen zum Lachen und Denken

Dass Heimat nicht gleichbedeutend mit Zuhause ist, sondern sich auch auf Emotionen und bestimmte Menschen beziehen kann, wurde in der mehrmonatigen Erarbeitungs- und Probenzeit herausgearbeitet. „Nach der langen Probezeit freuen wir uns umso mehr auf die Premiere“, so Wandelt weiter. Denn als die Proben begannen, waren die Bedingungen, unter denen in diesem Herbst gespielt werden können, noch völlig unklar. Auch die schmerzlich vermisste Bühne der Kulturscheune, die seit 2019 nicht mehr von der Amateurgruppe bespielt wurde, findet in einigen Szenen besondere Beachtung, verrät die Theaterpädagogin vorab.

Um sich der Thematik zu nähern, waren in diesem Jahr Selbstreflexion, Hinterfragung persönlicher Einstellungen, Eigeninitiative und Improvisationsfähigkeit gefragt. Es galt also, keine vorgegebenen Rollen auszufüllen, sondern das Selbst in der Thematik zu finden und eine geeignete Darstellungsform zu realisieren. Die einzelnen Texte und Sequenzen basieren somit auf sehr persönlichen Erkenntnissen aller Mitwirkenden. „Einige Schauspieler haben die Texte selbst geschrieben, andere haben sich Vorlagen, wie zum Beispiel Schiller, gesucht“, sagt Wandelt.

Die Zuschauer erwartet mit einem Mix aus Gruppendarstellungen, Monologen und viel Musik ein abwechslungsreicher Theaterabend, der zum Lachen, aber auch zum Nachdenken anregt. Vorstellungen gibt es am 21. und 22. Oktober, 4. und 5. November, 18. und 19. November in der Kulturscheune, Flehmengasse 12, Fritzlar. Einlass ab 19 Uhr, Beginn 20 Uhr.
(Daniel Seeger)

Eintritt: 12 Euro, Vorverkauf: Touristinfo Fritzlar oder im Internet kulturscheune-fritzlar.de

Die Anfänge der Theatergruppe

Vor rund 20 Jahren hatten einige Fritzlarer Bürger die Idee, eine Theatergruppe zu gründen. Sie wandten sich an Dr. Ulrich Skubella vom Kulturverein. Der Verein suchte dann über die HNA Gleichgesinnte, sagt Ulrike Wandelt: „Von den ursprünglichen Leuten sind noch fünf dabei.“ Ein bis zwei Stücke pro Jahr führte die Gruppe auf. Derzeit gibt es im Wechsel pro Jahr je ein Stück für Kinder und eins für Erwachsene.

Auch interessant

Kommentare