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Fronleichnamsprozession in Fritzlar: Gläubige leben Tradition

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Von: Peter Zerhau

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Die traditionelle Fronleichnamsprozession durch die Dom- und Kaiserstadt führt zu vier Altären. Die Veranstaltung lockte zahlreiche Zuschauer und Gläubige aus nah und fern an.
Die traditionelle Fronleichnamsprozession durch die Dom- und Kaiserstadt führt zu vier Altären. Die Veranstaltung lockte zahlreiche Zuschauer und Gläubige aus nah und fern an. © Peter Zerhau

An Fronleichnam begleiteten viele Gläubige und Schaulustige die traditionelle Prozession durch Fritzlar. Bereits am Vortag fand das Katzenkoppschießen statt.

Fritzlar – Nach zwei Jahren Pause wegen Corona zogen an Fronleichnam, 16. Juni, bei der traditionellen Prozession wieder hunderte Gläubige durch die Fritzlarer Altstadt. Endlich konnte die katholische Gemeinde Fritzlar bei sommerlichem Wetter wieder ein Fronleichnamsfest mit allem was dazu gehört feiern.

Nach dem Gottesdienst im Dom zog die Prozession aus zu den vier Altären am Grauen Turm, in der Allee, am Krankenhaus und zuletzt auf dem Fritzlarer Marktplatz, ehe es zum Schlusssegen zurück in den Dom ging. Entlang der Strecke bezogen viele Menschen Position, um das Treiben zu verfolgen, unter ihnen viele Besucher von außerhalb.

Traditionelles Katzenkoppschießen bereits am Mittwochabend

Wie immer wurde der Umzug durch die Dom- und Kaiserstadt neben dem katholischen Bläserchor auch von den Böllerschützen der Fritzlarer Schützengilde begleitet. Letztere eröffnete bereits am Mittwochabend bei der Dechanei das Fronleichnamsfest mit dem traditionellen Katzenkoppschießen.

Die Bezeichnung Katzenköppe stammt aus der Blütezeit des deutschen Handwerks. Damals waren Schlosser, wie der Name schon sagt, vor allem mit der Herstellung von Schlössern beschäftigt. Weil eine bestimmte Art den Köpfen von Katzen ähnelte, wurden sie so genannt. Die Truhenschlösser wurden damals derart zahlreich hergestellt, dass sie den Schlossern die Zunftbezeichnung Katzenkopf einbrachten. Da in Fritzlar die Schlosser für das traditionelle Böllern vor dem Fronleichnamsfest zuständig waren, ging die Bezeichnung vom Schlosser nach und nach auf die Kanone über.

Anfangs von der Fritzlarer Schlosserzunft um die Metallbaufirma Gustav Vater veranstaltet, liegt das Katzenkoppschießen seit vielen Jahren in den Händen der Fritzlarer Schützengilde. Stadtpfarrer Patrick Prähler zündete mit Franz Lösbroch und Domorganist Gunther Hehenkamp vor den Augen zahlreicher Gäste am Dr.-Jestädt-Platz je eine Serie. (Peter Zerhau)

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