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Ein dreckiges Vergnügen: Mofarallye in Fritzlar führte über den nassen Acker

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Gerissener Gaszug- kein Problem für das Racingteam Steil: Während Pascal und Wolfram Steil, Benjamin Leder und André Goebels (von links ) schraubten, achtete Christina Gruber (Mitte) darauf, dass die Schrauberpause nicht überschritten wurde.
Gerissener Gaszug- kein Problem für das Racingteam Steil: Während Pascal und Wolfram Steil, Benjamin Leder und André Goebels (von links ) schraubten, achtete Christina Gruber (Mitte) darauf, dass die Schrauberpause nicht überschritten wurde. © Michael Brueckmann

Nach über zweijähriger Pause ging die Fritzlarer Mofarallye am Samstag zum fünften Mal über die Bühne – oder besser gesagt: über den Acker.

Fritzlar - Insgesamt 29 Teams hatten sich für den Renntag angemeldet, 27 standen dann schließlich an der Startlinie, um in drei Durchgängen á 30 Minuten Dauer so viele Runden wie nur möglich zu absolvieren.

Als Rennstrecke diente einmal mehr das Feld, das Landwirt Erwin Volke gegenüber dem Lindenhof Lädchen zur Verfügung stellte. Das hatte der Veranstalter wieder bestens vorbereitet, um das Unfallrisiko für die Fahrer und Fahrerinnen auf ihren unterschiedlich „stark“ motorisierten Zweirädern möglichst gering zu halten.

Nach einem der Nervosität einiger Teilnehmer geschuldeten lupenreinen Fehlstart konnte die Mofarallye schließlich mit zehnminütiger Verspätung korrekt gestartet werden. Und weil es dieses Mal auch nicht so staubtrocken wie in früheren Rennen war, behielten Teams und Zuschauer den Durchblick, sodass der erste Durchgang noch ohne Probleme lief.

Dann allerdings setzte der Regen ein. Und der ließ den Untergrund zunehmend rutschiger werden, was für erhebliche Probleme beim Fahren und für einige unfreiwillige, aber allesamt glimpflich verlaufende Ausrutscher sorgte.

Die Siegerinnen des einzigen weiblichen Fahrerteams beider Mofamania 2022 in Fritzlar
Mofamania02.jpg © Michael Brueckmann

Feuchtigkeit und Matsch machten auch den doch schon etwas betagten Maschinen zu schaffen, sodass einige Teams zum dritten Durchgang vorsichtshalber nicht mehr antraten. Dagegen hatten vermutlich auch die für das Waschen der Klamotten verantwortlichen Personen nichts einzuwenden, denn der Reinigungsaufwand dürfte somit deutlich geringer ausgefallen sein.

Das anhaltende nasse Schmuddelwetter konnte allerdings der guten Stimmung nichts anhaben, zumal es sich die Organisatoren in der abschließenden Siegerehrung nicht nehmen ließen, nahezu jedem Team einen mehr oder weniger großen Pokal auszuhändigen. Dass dessen Design bei genauerer Betrachtung zwar kaum eine direkte Beziehung zum Rennsport erkennen ließen, konnte Dirk Beyer vom Organisationsteam erklären: „Wir haben in diesem Jahr einmal keine neuen Pokale beschafft, weil wir ja noch genügend alte Exemplare hatten!“ Ein für alle Biker absolut nachvollziehbares und mit reichlich Applaus bedachtes Argument, denn schließlich geht es bei der Mofamania vor allem um zwei Dinge: ums Fahren und um den Spaß. Die meisten Runden wurden in der 80 Kubikmeter- Klasse vom Felgenteam Nordhessen gefahren. Das „Hackeklotz-Racing-Team 2“ lag bei den 50 Kubikmeter Maschinen vorn, bei den getunten 50ern das Team Martin 3 und das einzige Frauenteam der Veranstaltung zeigte in der Standard-Klasse allen anderen die Rücklichter.

Die Mofamaia 5.0 in Fritzlar lockte am Samstag zahlreiche Zuschauer zur Rennstrecke: Aufgeteilt in vier Kategorien, versuchten 27 Teams möglichst viele Runden mit ihren Zweirädern zu schaffen. Der Parcours wurde immer matschiger.
Die Mofamaia 5.0 in Fritzlar lockte am Samstag zahlreiche Zuschauer zur Rennstrecke: Aufgeteilt in vier Kategorien, versuchten 27 Teams möglichst viele Runden mit ihren Zweirädern zu schaffen. Der Parcours wurde immer matschiger. © Michael Brückmann

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