Gerichtsmedizin hat Gutachten erstellt

Fund von Lohne ist geklärt: Menschliche Knochen stammten aus 17. Jahrhundert

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Dort lag der Schädel: Die Familie von Janick Ohlwein wollte im Garten eine Wasserstelle für ihre Pferde schaffen. Beim Graben ist seine Mutter Ariane auf menschliche Überreste gestoßen.

Lohne. Der Knochenfund im Fritzlarer Stadtteil Lohne ist geklärt: Die im März bei Erdarbeiten entdeckten menschlichen Überreste stammen vermutlich aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs.

Ein Gutachten zur Altersbestimmung brachte jetzt Klarheit, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Im März waren bei Erdarbeiten auf einem Grundstück an der Waldecker Straße mehrere menschliche Knochen gefunden worden (wir berichteten). Die Eigentümer gruben eine Wasserstelle für Pferde. Als sie in der aufgewühlten Erde verschiedene Knochen sowie einen menschlichen Schädel fanden, alarmierten sie die Polizei.

Die Gebeine wurden sichergestellt und zur Untersuchung an das Rechtsmedizinische Institut in Gießen übergeben. Die Experten dort haben das Alter bestimmt, indem sie die Fundstücke einer Radiokarbondatierung unterzogen haben. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Knochen vom Ende des 16. Jahrhunderts oder Anfang des 17. Jahrhunderts stammen.

Die Person war zum Todeszeitpunkt laut dem Gutachten etwa 18 Jahre alt. Ein Zusammenhang des Knochenfundes mit dem Dreißigjährigen Krieg, oder mit mehreren Pestepidemien, von denen Fritzlar damals betroffen war, kann laut Polizei nicht ausgeschlossen werden. Die strafrechtlichen Ermittlungen der Homberger Kripo werden eingestellt.

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