Mitglieder entscheiden im Mai

Genossenschaftsbanken Schwalm-Eder: Fusion zunächst nur mit zwei Partnern

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Gemeinsam geht es weiter: Die VR-Bank Schwalm-Eder und die VR-Bank Chattengau wollen noch im Jahr 2017 fusionieren. Unser Foto zeigt die Hauptstelle der VR-Bank in Gudensberg.

Schwalm-Eder. Es sollte ein Dreierbündnis werden, doch vorerst werden sich nur zwei Genossenschaftsbanken an einer geplanten Fusion beteiligen.

Die VR-Bank Schwalm-Eder und die VR-Bank Chattengau sind dabei. Die Raiffeisenbank Borken hat sich zunächst zurückgezogen. Die Gründe lägen in der „unterschiedlichen Auffassung der Geschwindigkeit des Verschmelzungsprozesses“, hieß es in einer gemeinsamen Presseerklärung. „Das geht für die Raiffeisenbank Borken zu schnell, wir werden aber weiter am Thema bleiben“, sagte Wolfgang König, der Vorstandsvorsitzende des Borkener Instituts, auf Anfrage. Weiter wollte er sich zu den Hintergründen nicht äußern.

In vielen Bereichen arbeite man bereits zusammen. Daran werde sich nichts ändern. Die beiden anderen, größeren Institute halten an ihren Plänen für eine Fusion noch in diesem Jahr fest.

Zur Entscheidung der Borkener Bank sagte Thomas Völker vom Vorstand der VR-Bank Chattengau: „Wir bedauern das, weil wir so dicht vor dem Ziel waren.“ Die Niedrigzinsphase, zurückgehende Erträge und die steigenden Anforderungen bei der Bankenregulierung seien die Hintergründe für die Fusion. Völker: „Wir müssen die Kosten im Griff behalten.“ Eine größere und leistungsfähigere Bank sei besser in der Lage, die Herausforderungen zu meistern.

Die Mitglieder beziehungsweise Vertreter der beiden Banken werden im Mai in Versammlungen über die Verschmelzung entscheiden, kündigte Marco Rauthe, Vorstandsassistent der VR-Bank Schwalm-Eder, an. Wenn die Gremien zustimmen, soll die Fusion bis Oktober abgeschlossen sein. Es werde keine Entlassungen geben, und auch die Zahl der Bankstellen werde nicht verringert, so Rauthe.

Noch offen sei, wie die Bank heißen und wo sie ihren Hauptsitz haben werde, sagte Völker.

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