Fassungsvermögen von 4900 Kubikmetern

Im Gewerbegebiet Fritzlar Nord entsteht ein großes Staubecken

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Ein Rückhaltebecken für Regenwasser: Bürgermeister Hartmut Spogat (links) und Andreas Eike, Sachgebietsleiter Tiefbau bei der Stadt Fritzlar, zeigen, wo das Wasser entlang fließen soll.

Fritzlar. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Edertal und der Stadt Bad Wildungen baut die Stadt Fritzlar ein Regenrückhaltebecken im Gewerbegebiet Fritzlar Nord.

Die Fertigstellung ist für Dezember geplant.

Der Bau des Regenrückhaltebeckens sei erforderlich geworden, um das Oberflächenwasser nördlich der Landesstraße am Paderborner Ring aufnehmen und kontrolliert der Eder durch die bereits bestehende Kanalleitung entlang des Erfurter Rings zuleiten zu können. Das teilte Bürgermeister Hartmut Spogat bei einem Ortstermin mit.

Auf einer Gesamtfläche von 31,3 Hektar wird zurzeit das Erdbecken profiliert. Das wird nach Fertigstellung ein Fassungsvermögen von 4900 Kubikmetern haben. Die Abdichtung des Beckens erfolgt mittels einer mineralischen Dichtungsbahn.

Im Vorfeld der Baumaßnahme für das Regenrückhaltebecken wurde im gesamten Gewerbe- und Industriegebiet ein Kanalnetz gebaut. Auf einer Länge von 2000 Metern wurden je nach Gefälle Abwasserrohre mit einem Durchmesser zwischen 90 und 120 Zentimetern verbaut. Durch die Rohre können im Bedarfsfall 785 Liter Wasser pro Sekunde in das Becken geleitet werden. Die Menge aus dem Regenwasserrückhaltebeckenabgeleitet wird, darf jedoch nicht höher sein als 180 Liter pro Sekunde. Daher wurde das benötigte Speichervolumen auf 4900 Kubikmeter festgelegt.

Bisher bestand für den Bereich Brautäcker ein Stausystem, um das Regenwasser in den Rohren zu stauen und es dann kontrolliert ablaufen zu lassen. Dieses System wird nach der Fertigstellung des Rückhaltebeckens außer Betrieb genommen - das anfallende Wasser wird dann zentral in das neue Regenrückhaltebecken geleitet.

Die Kosten, so Bürgermeister Hartmut Spogat, belaufen sich für die komplette Baumaßnahme inklusive Kanalarbeiten auf 2,4 Millionen Euro. Allein für das Regenrückhaltebecken sind 500.000 Euro veranschlagt. Die Kosten trägt komplett die Hessische Landgesellschaft mit Sitz in Kassel.

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