Global Care hilft beim Wiederaufbau nach Wirbelsturm

Schwere Folgen: Der Wirbelsturm „Haiyan“ fegte im November 2013 über die Philippinen und hinterließ Verwüstung. Viele Kinder verloren ihr Zuhause. Foto: nh

Fritzlar. Er ist schon wieder in Vergessenheit geraten, der mächtige tropische Wirbelsturm „Haiyan", der im November 2013 mit einer palmenhohen Flutwelle über die Philippinen raste.

6190 Menschen kamen ums Leben und 14 Millionen Menschen waren von dem Taifun betroffen, sagt Beate Tohmé vom Kinderhilfswerk Global Care aus Fritzlar. Tohmé ist unlängst von einer Reise von den Philippinen, wo sie die Taifunopfer auf der Insel Samar besuchte, zurückgekehrt.

BeateTohmé

Auf den Inseln Samar und Leyte waren die Auswirkungen des Taifuns am gravierendsten. Nach Regierungsberichten wurden die Häuser und Existenzen von etwa 430.000 Menschen in 597 Dörfern auf Samar zerstört. Global Care hilft dort bei der Verteilung von Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln für 264 Familien. Das Hilfswerk stellt Material und Unterstützung beim Wiederaufbau von 100 Häusern und hilft bei der Vermittlung von 100 Waisen an Pflegefamilien. Die Helfer kümmern sich um die psychosoziale Betreuung von mehr als 3000 Kindern und bieten Schulunterricht für 1000 Kinder an.

Als positiv bewertete Beate Tohmé, dass die Kinder nach den schrecklichen Ereignissen des Taifuns, durch den viele ihre Familienangehörigen und Unterkünfte verloren haben, wieder lachen können.

Erlebnisse aufarbeiten 

Dazu tragen auch fünftägige Kurse bei, bei denen die Erlebnisse mit Tiergeschichten aufgearbeitet werden. Es gibt Bastelkurse und Mitarbeiter besuchen die Pflegefamilien.

Beeindruckt war Beate Tohmé davon, wie die meist ehrenamtlichen Mitarbeiter sich um die Nöte und Bedürfnisse der Familien und Kinder kümmern. Sie haben selbst Verlust und Gefahr erlebt, sind aber hoch motiviert und man spürt ihre Leidenschaft für die Ärmsten der Armen, sagt sie. Einen besonderen Dank richtet Tohmé an die Leser der HNA, die durch ihre Spenden geholfen haben, das Leid der Betroffenen etwas zu lindern. 

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