Enthüllung in Fritzlar 

Grimm Heimat verteilt Schnuddelbänke an 15 nordhessische Städte 

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Vielleicht ihr neuer Lieblingsplatz in der Heimatstadt: Marcus Matthäi und sein Sohn Jakob testen die Fritzlarer Schnuddelbank auf dem Marktplatz. 

Platz nehmen zum Schnuddeln, bitte. Das heißt es bald in vielen nordhessischen Städten. Denn die Grimm Heimat Nordhessen hat Schnuddelbänke auf dem Fritzlarer Marktplatz enthüllt.

Mit dabei war auch die Produktkooperation "Städtetourismus", zu der sich die 15 Orte 2011 zusammengeschlossen haben. Ziel ist es, sowohl Einwohnern als auch Gästen neue Lieblingsplätze zum Verweilen zu schaffen. „Viele nordhessische Städte haben eine märchenhafte Kulisse zu bieten“, sagt Ulrike Remmers vom Regionalmanagement Nordhessen. Die Bänke sollen jeweils für eine gewisse Zeit an verschiedenen Stellen aufgestellt werden und dazu einladen, miteinander ins Gespräch zu kommen.

In Fritzlar bleibt die Bank zunächst auf der Bühne am Marktplatz und steht dann voraussichtlich für eine gewisse Zeit am Malerwinkel. „Der Marktplatz ist unsere gute Stube“, betont Bürgermeister Hartmut Spogat. Ausreichende Themen zum Schwätzen, Quatschen, Schnuddeln gebe es an diesem Kreuzungspunkt der Domstadt in jedem Fall.

Geschichten sollen erzählt werden

„Auf den Bänken sollen Geschichten erzählt werden“, sagt auch Markus Exner von der Grimm Heimat. Wem gerade nichts einfällt, der kann sich sogar auf der Sitzfläche selbst Anregungen holen. Jede Bank ist mit den individuellen Themen bedruckt, über die man vor Ort eben so schnuddelt.

Hersteller der Bänke sind die Korbacher Werkstätten, die jedes Exemplar außerdem mit regionaltypischen Silhouetten bedruckt haben. Die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen unterstützt das Projekt finanziell. „Jede Bank kostet um die 1000 Euro“, erklärt Remmers.

Marcus Matthäi, der ursprünglich aus Fritzlar kommt, nun aber in Bonn lebt, hat die Enthüllung auf dem heimatlichen Marktplatz gemeinsam mit seinem Sohn Jakob verfolgt. Auf der Bank lesen die Zwei, worüber es sich in Fritzlar zu schnuddeln lohnt: Spitzenhäuschen, Karneval, Bonifatius und Fachwerk sind nur einige Beispiele.

Wer es im Laufe der Zeit schafft, auf allen 15 Bänken einmal Platz zu nehmen, wird sicherlich die ein oder andere spannende Geschichte erfahren. Und wer weiß – vielleicht entsteht so auch ein neuer Lieblingsplatz.

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