Gewappnet gegen die Kälte

Wetter-Chaos und Schnee: Diese Tricks helfen gegen die Kälte

Blick auf das verschneite Fritzlar.
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Blick auf das verschneite Fritzlar. Um bei diesem Wetter draußen Spaß zu haben, kommt es auf die richtige Kleidung an.

Lokale Experten aus dem Kreisteil Fritzlar-Homberg geben Tipps, wie man warm, sicher und schick durch die eisigen Wintertage kommt.

Fritzlar-Homberg – Schnee, Eis, Glätte und konstante Minustemperaturen – auch im Kreisteil Fritzlar-Homberg ist der Winter mit voller Kraft eingekehrt. Die Schneemassen sind schön anzusehen, doch sie bergen auch Gefahren – nicht nur für Verkehrsteilnehmer. Wir haben Tipps von lokalen Experten, wie man warm, sicher und schick durch die eisigen Wintertage kommt.

Tipps gegen die Kälte: Die Kleidung

Die extreme Kälte erfordert spezielle Kleidung. „Ich bin ein Fan von Naturfasern, bei Kälte besonders von Wollgeweben. Sie schließen die Wärme ein, halten Feuchtigkeit von außen ab und sind auch wenig winddurchlässig“, sagt Sonja Glogau, Modedesignerin in Fritzlar.

Für Spaziergänge und Aktivitäten im Freien rät sie zu langen, körpernahen Jacken und Mänteln. Darunter warme Shirts und Pullis, nach Belieben begleitet von einer schicken Kopfbedeckung, die im besten Falle über die Ohren geht. So werden Kopf und Körper trotz frostiger Temperaturen draußen warm gehalten. „Auch Schalkragen – mit flauschigem Stoff gefüttert – und ebensolche Pulswärmer verhindern, dass es in die Jacke zieht und gehören zu meiner Grundausstattung“, sagt Sonja Glogau.

Martin Bickel leitet die Modehäuser Griesel in Homberg und Augenweide in Fritzlar, er sagt: „Lange Unterwäsche ist bei ausgiebigen Spaziergängen Pflicht. Moderne Materialien, vor allem hochwertige Synthetik, liegen an der Haut an und helfen gegen die Kälte.“ Wer keine Wolle verträgt, kann laut Bickel einfach auf geraute Baumwolle oder Fleece zurückgreifen. Denn: Je mehr Luft innerhalb der Textilienfläche gespeichert wird, desto höher ist das Wärmevermögen.

Tipps gegen die Kälte: Die Füße

Bei der aktuellen Kälte sind gerade warme Füße wichtig, weiß Frank Michel-Uecker, Heilpraktiker in Borken. „Zwischen den Füßen und den Schleimhäuten der oberen Atemwege besteht ein Rückkopplungsmechanismus“, erklärt er. Das bedeute, dass bei kalten Füßen die Durchblutung der oberen Atemwege vom vegetativen Nervensystem gedrosselt werde. Folge: trockene Schleimhäute.

„Diese sind anfälliger für Viren und Bakterien – gerade jetzt etwas, das wir gar nicht gebrauchen können“, so der Heilpraktiker. Er rät zu warmem Schuhwerk, dicken Socken und bei kalten Füßen zu einem heißen Fußbad. „Ich empfehle bei Fußbädern den Zusatz eines Basensalzes, welches es als Basenbad in jeder Drogerie günstig zu kaufen gibt.“ Das verstärke den Effekt des Bades auf den Körper zusätzlich.

Tipps gegen die Kälte: Die Getränke

Viele Menschen trinken im Winter gerne und viel Tee, um den eigenen Körper aufzuwärmen. Grundsätzlich eine gute Idee. Aber: „Manche Teesorten, Kräuter und Substanzen haben eine wärmende Wirkung auf den Körper, während andere kühlend wirken“, sagt Michel-Uecker. So seien Grüner, Roter und Schwarzer Tee sowie Kamillen- und Pfefferminztee eher ungeeignet, da sie einen erfrischenden Effekt haben.

Der Heilpraktiker rät bei Kälte zu Teesorten und -mischungen, die Kümmel, Anis, Fenchel oder Zimt enthalten. Profi-Tipp: „Am liebsten trinke ich Ingwertee. Einfach frischen Ingwer klein schneiden, mit kochendem Wasser übergießen und mindestens fünf Minuten ziehen lassen.“ (Raphael Digiacomo)

Das sagt der Arzt

Dr. Philipp Klapsing ist Hausarzt in Wabern. Er rät zum Umgang mit der Kälte. „Besonders Asthmatiker und Menschen mit einem gereizten Bronchialsystem können Beschwerden beim Einatmen kalter Luft entwickeln.“ Diesen Gruppen sollten von Anstrengungen und Sport in der Kälte absehen. „Auch Menschen mir Herzerkrankungen sollten vorsichtig bei der Kälte sein.“ Bei niedrigen Temperaturen können sich die Herzkranzgefäße verengen, was in Extremfällen zu einem Herzinfarkt kann. „Bei Kälte niemals Brustschmerzen ignorieren“, rät der Arzt. Er empfiehlt Spaziergänge und eine ausgewogene Ernährung, Obst und Gemüse, und dabei auf Körper und Intuition zu hören. „Wenn Sie jetzt lieber Suppen als Salate essen wollen, bitte, nur zu.“ (rdg)

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