Gute Kontakte im Schnee

Ski-Klassenfahrten sind besonders hilfreich für die Integration

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Skifahren lernen: Ein tolles Gemeinschaftserlebnis und für Integration und Kennenlernen eine gute Basis. Die Schüler der Berufsschule Fritzlar sollen das beim Projekt im Januar 2016 erleben. 

Fritzlar. Wer zusammen die ersten Bögen in den Schnee pflügt und sich dann beim Aprés-Ski gemeinsam die komischsten Stürze in Erinnerung ruft, der hat ganz unbeschwert neue Freunde gefunden. Das beweisen die bisherigen Klassenfahrten der Berufsschule in Fritzlar mit alpinem Sportangebot.

Im nächsten Januar soll deshalb das Angebot erweitert werden auf die Schüler aus den neuen Integrationsklassen.

In diese InteA-Klassen (Integration und Abschluss) gehen Schüler mit erhöhtem Spracherwerbs- und Integrationsbedarf, auch aus Bad Wildungen. Die Fritzlarer Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule (RFES) gehört zu den Schwerpunktschulen.

Die Skifreizeit wird möglich, weil der Sportkurs der Fachoberschule dazu genommen wird und man damit durch eine größere Teilnehmerzahl bessere Preise erreicht.

„Gerade diese Verbindung birgt auch eine sehr vorteilhafte Möglichkeit zur Integration der Jugendlichen aus der Berufsvorbereitung und der InteA-Klasse“, sagt Dieter Schorer von der Berufsschule. Die Klassenfahrt ermögliche eine durch das sportliche Miteinander positiv besetzte Begegnung mit mehrheitlich deutschen Schülern aus diversen Bevölkerungsschichten. Auch werde die Nutzung der deutschen Sprache in unterschiedlichstem Kontext ganz zwanglos. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigten, so Schorer, eine erfolgreiche Anbahnung von langanhaltenden Begegnungen und Kontakten, die den weiteren Integrationsprozess der Schüler beförderten. Die „Isolation“ in einer rein migrantenbesetzten Klasse wie InteA werde erneut aufgehoben.

Teilnehmer aus sieben Nationen lernten bisher in diesen Sport-Klassenfahrten nach Österreich das Skifahren oder verbesserten ihre Skitechnik. Vielfältige soziale Kontakte wurden dabei geknüpft. Trotz oder gerade wegen der unterschiedlichen Voraussetzungen bildet sich dabei eine verschworene Skifahrergemeinde, die sich gegenseitig hilft und unter die Arme greift, so dass am Ende auch die Totalanfänger alle blauen bis roten Pisten meistern.

Entscheidend für den Erfolg seien, schreibt Schorer weiter, die mitfahrenden Lehrer und Sportstudenten, die von der Top-Skirennläuferin über Instruktoren des DSV bis hin zum DSV-Landesausbilder alle ein außergewöhnlich hohes Qualifikationsniveau mitbrächten. (ula)

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