Hanna Volgmann aus Fritzlar startet beim Bundesentscheid von „Jugend musiziert“

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Lehrerin und Schülerin, Mutter und Tochter: Barbara (links) und Hanna Volgmann aus Fritzlar verbindet die Leidenschaft zur Blockflöte.

Fritzlar. Andere Kinder in ihrem Alter möchten etwas zum Spielen oder etwas Süßes. Hanna Volgmann bekam mit drei Jahren einen Trotzanfall, weil sie unbedingt Blockflöte spielen wollte.

Mit Erfolg. Mutter Barbara Volgmann gab nach und ihr die ersten Minuten Musikunterricht. Aus fünf Minuten wurden in den Jahren ungezählte Stunden. Aus einem Trotzanfall wurde die große Leidenschaft für das Musikinstrument. „Wir gehören einfach zusammen", sagt die 16-jährige Hanna Volgmann über ihre Blockflöte. Im Mai startet sie mit ihrem Ensemble „Fleurs Musical" beim Bundesfinale von „Jugend musiziert" in Kassel. Ein Leben ohne Musik? Das ist für Volgmann, die am morgigen Freitag 16 Jahre alt wird, nicht vorstellbar. Die Schülerin der König-Heinrich-Schule probt jeden Tag. „Man hat nie ausgelernt. Es gibt immer etwas Neues“, erklärt sie die Fastination. Neben Blockflöte spielt die Schülerin Cello und Klavier, um sich auf ein Musikstudium vorzubereiten.

Der erste Titel

Für Hanna Volgmann ist es das zweite Bundesfinale. Im vergangenen Jahr holte sie alleine den Titel. Das Ensemble mit Leonie Minor (Blockflöte, Niddatal), Anemone Hoffmann (Violoncello, Dietzenbach) und Tobias Orzeszko (Cembalo, Weilburg) sei ein Glücksfall. Die drei Mädels haben sich im Oktober beim Kammermusikförderkurs des Landes kennengelernt, Orzeszko kam später dazu. „Wir haben einfach mal geprobt und es hat gepasst. Die Chemie stimmt“, erklärt Hanna Volgmann.

Für das Quartett stand schnell fest: Es möchte bei „Jugend musiziert“ antreten. Bei gemeinsamen Proben in Frankfurt bessern die jungen Musiker Feinheiten aus, ziehen das Tempo an und wachsen als Gruppe zusammen. Aus Konkurrenten sind längst Freunde geworden.

Mit drei Titeln möchten sie die Jury überzeugen. Sie spielen eine Triosonate von Georg Friedrich Händel, die Sonata XII von Dario Castello und vier Sätze aus einer Triosonate von Georg Philipp Telemann. „Es sind tolle Stücke. Wichtig ist, dass sie uns gefallen“, freut sich Hanna Volgmann.

In Kassel gehe es für die vier darum, ihr Bestes zu geben. „Wir haben es geschafft. Das war unser Traum Wir wollen es einfach genießen, Erfahrungen und Inspirationen sammeln“, nennt Hanna Volgmann das Ziel. Und ganz gleich, wie der Wettbewerb gegen die besten Nachwuchsmusiker des Landes ausfällt, steht für sie fest: Im nächsten Jahr tritt sie wieder an. Dann im Duo mit Leonie Minor.

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