Helfer voller Tatendrang

Ehrenamtliche wollen Flüchtlinge in Notunterkunft in Fritzlar unterstützen

Vor dem Einzug: Helfer von Feuerwehr und Bundeswehr stellten unter anderem große Container auf dem Gelände des ehemaligen Proviantamtes auf. Fotos: Zerhau

Fritzlar. Die Versorgung der Menschen, die jetzt im ehemaligen Proviantamt in Fritzlar Schutz finden, ist ein Kraftakt: für den Landkreis, für die Stadt Fritzlar, für die Malteser und auch für die ehrenamtlichen Helfer.

Doch das schreckt die Mitglieder des Arbeitskreises Flüchtlinge Fritzlar und der Unterstützergruppe nicht. Sie trafen sich jetzt, um sich über den aktuellen Stand der Unterbringung zu informieren und vor allem, um zu erfahren, welche Möglichkeiten des ehrenamtlichen Einsatzes es gibt.

„Die Gruppe der ehrenamtlichen Helfer ist gewachsen“, sagte Hilmar Liese vom Arbeitskreis Flüchtlinge am Mittwoch im HNA-Gespräch und freute sich darüber. Es seien viele in Fritzlar bekannte Gesichter und kompetente Menschen, die ihre Hilfe angeboten hätten. Daher sei er zuversichtlich, dass die Arbeit gut verlaufen werde.

Und er hoffe, dass das Team mit Transparenz und Wissen die Ängste in der Bevölkerung abbauen könne. „Es gibt viel Gegenwind“, sagt Liese. Der Arbeitskreis und hoffentlich die meisten Fritzlarer würden den Flüchtlingen aber sicher freundlich begegnen. „Wir wollen ihnen signalisieren, dass sie Halt finden und ankommen können. Wir wollen ihnen helfen“, so Liese weiter.

Natürlich könnten die Ehrenamtlichen nicht gleich perfekte Strukturen aus dem Boden stampfen, doch sei es gelungen, drei Einsatzgebiete festzulegen. So könnte in der Kleiderkammer, beim nächtlichen Empfang der Flüchtlinge und bei der Kinderbetreuung geholfen werden.

Doch auch wenn die Helfer bereits voller Tatendrang seien, müssten sie sich noch etwas gedulden. Die Arbeit werde nicht sofort beginnen, die Leiterin der Einrichtung, Susanne Krakau vom Malteser Hilfsdienst, habe deutlich gemacht, dass man noch etwa zwei Wochen benötige.

„Die Malteser haben ihre Helfer im Einsatz, wenn sie unsere Unterstützung brauchen, können sie darauf zurückgreifen“, so Liese. zuversichtlich.

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