Landesfest in Fritzlar 2024

Hessentag ohne Superstars: Fest soll auch so Besuchermagnet werden

neu Fritzlar richtet 2024 den Hessentag aus , Bürgermeister Spogat und Clemens Lohmann
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Fritzlar hat den Hessentag 2024 nach Nordhessen geholt. Superstars werden auf dem großen Landesfest aber wohl nicht auftreten. 

Der Hessentag 2024 in Fritzlar soll kein Fest der Superlative werden. Das zumindest sieht Bürgermeister Hartmut Spogat so, wenn es um die Verpflichtung von Künstlern geht.

Eine riesige Open-Air-Arena, die 15.000 Besucher pro Konzert fasst, und Auftritte von US-Superstars wie Popsängerin Pink, die in Stadtallendorf sang oder Lenny Kravitz, der in Wetzlar spielte, soll es demnach in Fritzlar nicht geben. „Wir wollen angepasst an die Stadt feiern“, sagt Spogat.

Das bedeute aber nicht, dass der Hessentag nicht auch ein tolles Fest für die Stadt und die Region sein werde. Auch einer, der das Wir-Gefühl in der Stadt stärken könne, weil sich möglichst viele Menschen daran beteiligen können. Denn Fritzlar feiert nicht nur den Hessentag, sondern auch 1300. Geburtstag.

„Wir als Ausrichter legen den Umfang für das Fest fest“, erklärt Spogat. Und Fritzlar wolle ein Landesfest mit Augenmaß planen. Heißt konkret: Es soll zwar schön, aber nicht zu teuer werden. „Wir wollen tolle Künstler präsentieren, aber nicht auf Gedeih und Verderb Topstars engagieren“, so Spogat. Deshalb seien Konzerte, die etwa 5000 Besucher locken das Ziel. „Der Pferdemarktsplatz muss ausreichen.“ Der Hessentag soll maximal 17,3 Millionen Euro kosten.

Für die Ausrichtung und die Investitionsprojekte zum Hessentag stellt das Land Fritzlar bis zu 8,5 Millionen Euro zur Verfügung, davon können bis zu zwei Millionen Euro für die Umsetzung des Landesfestes verwendet werden. Die Stadt hat ihre Ausgaben für den Hessentag auf maximal neun Millionen Euro festgesetzt.

Der Hessentag sei ein großes Stadtentwicklungsprogramm, das lange in den ausrichtenden Städten nachwirke. Darauf setzt Spogat auch in Fritzlar. „Durch ihn können wir schaffen, was wir sonst nicht geschafft hätten“, betont er.

Eine erste Projektliste sieht unter anderem eine Neukonzeption der Stadthalle und die Entwicklung von Sportstätten vor, es sollen Parkplätze entstehen, die Mobilität verbessert und der Eder-Rad-Weg erweitert werden. Der Liste muss das Land zustimmen.

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