Hochzeitshaus Fritzlar: Altbürgermeister nennt vier Alternativen

Entwurf: So könnte der Evakuierungsturm aussehen. Entwurf: Roller Architekten

Fritzlar. Die Umbaupläne für das Hochzeitshaus in Fritzlar sorgen weiter für Diskussionen. Jetzt äußerte sich Altbürgermeister Karl-Wilhelm Lange dazu.

So sehen dien Pläne aus: Das Haus könnte einen Anbau bekommen. In das zwölf Meter hohe Bauwerk sollen eine Treppe und ein Aufzug integriert werden, um so die Auflagen des Brand- schutzes und der Barrierefreiheit zu erfüllen.

Jetzt meldete sich Altbürgermeister Karl-Wilhelm Lange zu Wort. Er befürchtet, dass womöglich durch endlose Diskussionen und Vertagungen das Projekt insgesamt gefährdet wird.

Darüber hinaus bemängelt er, dass vom Planungsbüro keine Alternativen aufgezeigt wurden. Nach Langes Meinung gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Brandschutzauflagen zu erfüllen. Der ehemalige Bürgermeister Lange schlägt in einer Stellungnahme vier Optionen vor:

Turm auf Ostseite 

Wenn man den zweigeschossigen Evakuierungsbau mit Aufzug und Treppe wolle, könne dieser Bau auf der Ostseite des Hochzeitshauses unter Verzicht auf einige Parkplätze realisiert werden, schreibt Lange. Damit wäre die Hauptansicht des Gebäudes und der Museumshof nicht mehr beeinträchtigt.

Turm auf Parkplatz 

Der Evakuierungsturm könnte auch westlich hinter der Begrenzungsmauer auf dem städtischen Parkplatz entstehen. Dann wären lediglich die beiden Zugänge zum Turm im Museumshof sichtbar.

Ausstellung begrenzen 

„Es wäre auch ernsthaft zu erwägen, den Ausstellungsbereich im Hochzeitshaus auf das Erdgeschoss und die erste Etage zu begrenzen“, schreibt Lange. Dies hätte den Vorteil, dass das Museum endlich eigene ausreichende Lagerflächen für nicht ausgestellte Exponate hätte. Derzeit werden die Bestände teils extern gelagert.

Rampe statt Turm 

Soweit man sich für die abgespeckte Variante entscheidet, könnte auf den Evakuierungsturm verzichtet werden. Das ginge, wenn man einen Fluchtweg als „Rampe“ konstruiert - so wie beim Dorfgemeinschaftshaus Haddamar. Dann wäre im Museumshof lediglich der Zugang zur Rampe sichtbar. Die Hauptkonstruktion - gegebenenfalls mit erforderlichen Kehren - könnte auf dem städtischen Parkplatz errichtet werden. Dies wäre auch im Hinblick auf die Folgekosten sicherlich die kostengünstigste Variante.

Darüber hinaus vertritt Altbürgermeister Lange die Ansicht, dass eine zeitnahe Entscheidung in der Angelegenheit erforderlich ist, wenn man nicht riskieren will, dass die in Aussicht gestellten Fördermittel verfallen oder gekürzt werden.

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