6,6 Millionen Euro investiert

Intensivstation ist bald fertig: Umzug im Fritzlarer Hospital für Anfang September geplant

Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit ist es bald so weit: In wenigen Wochen gibt es eine neue Intensivstation im Fritzlarer Hospital zum Heiligen Geist. Der Umzug ist am 1. September geplant, teilt Dr. Horst Brünner, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin, mit.

Von der Zentrale aus sind alle Zimmer gut zu erreichen: von links der technische Leiter Oliver Sehner sowie Ferdinand Theune und Lutz Lerninger kümmern sich unter anderem um den Bau der neuen Intensivstation.

Fritzlar – Die sternförmig angeordneten Zimmer im knapp 700 Quadratmeter großen ehemaligen OP-Trakt sind frisch renoviert. Insgesamt wurden 6,6 Millionen Euro investiert. 17 Betten sind geplant, davon sind neun Intensivbetten und sieben IMC-Betten (Intermediate Care). Ein Bett steht außerdem im Notfallraum. Damit gibt es dann nahezu doppelt so viele Plätze wie auf der alten Intensivstation.

Das Thema Digitalisierung spiele hierbei eine tragende Rolle, erklärt Brünner. Die neue Monitoranlage kann unter anderem die Intensivkurve eines Patienten speichern. Wichtige Werte sowie beispielsweise die Medikation sollen so papierlos dokumentiert werden. „Das spart Zeit, die dann wiederum für den Patienten genutzt werden kann“, sagt Brünner.

Wenn alle nach Plan laufe, soll bis zum ersten September alles fertig sein, denn der Umzug der Patienten erfolge an einem Tag, so der Chefarzt. Noch fehle unter anderem die Monitoranlage. Auch die Betten sind noch nicht an Ort und Stelle. „Wir müssen mit der EDV umziehen, die Schränke werden neu bestückt. Auf der neuen Station steht zum Schluss noch eine Grundreinigung an“, nennt Brünner einige weitere Arbeitsschritte.

Am Morgen des Umzugstages sollen dann zuerst die Patienten verlegt werden, die ohnehin auf der Normalstation weiterbehandelt werden. Dann folgen die IMC-Patienten. Zuletzt werden diejenigen auf die neue Intensivstation gebracht, die ein Transportbeatmungsgerät benötigen. „Alles ist genau durchgeplant“, sagt Brünner. Schließlich sei es dringend notwendig, dass der Transport in einer ruhigen Atmosphäre und innerhalb weniger Minuten stattfinde.

Im Fritzlarer Hospital habe Brünner noch nie erlebt, dass eine Intensivstation ohne Patienten war. Deshalb müssten einige Patienten zwangsläufig umziehen. (Daria Neu)

Rubriklistenbild: © Daria Neu

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.