Fritzlarer Kulturscheune

Interview mit Krissy Matthews: Weltstar der Blues-Musik rockte in Fritzlar

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Brachten in der Kulturscheune die Balken zum schwingen : von links Blues-Gitarrist und Sänger Krissy Matthews, Kev Hickman (Drums) und Josh Rigal am Bass.

Blues-Sänger und Gitarrist Krissy Matthews steht seit seinem dritten Lebensjahr auf der Bühne. Mit Deutschland verbindet den britisch-norwegischen Musiker etwas Besonderes. 

Tagsüber ist er ein Gentleman, nachts heizt er mit unglaublichen Riffs und Beats vom Blues bis zum harten Rock den Gästen ein. Mit seiner Band stand der britisch-norwegische Sänger und Gitarrist Krissy Matthews auf der Bühne der Fritzlarer Kulturscheune. Wir sprachen zum Konzert mit dem Musiker und seiner Band.

27 Jahre jung und schon über zehn Jahre Berufsmusiker. Gab es da auch Momente, wo Sie alles hinschmeißen wollten?

Krissy Matthews: Ja, jede Menge (lacht). Es gibt wie in jedem anderen Beruf immer Momente, wo etwas nicht klappt und man sich ärgert. Aber ernsthaft, ohne Musik wäre ich in jeder Hinsicht heimatlos. Musik ist mein Leben und Musik finanziert mein Leben.

Sie sind als Vollblutgitarrist bekannt und haben schon als Teenager mit Größen wie John Mayall und Jeff Healey gespielt. Immer Gitarre oder auch noch andere Instrumente?

Matthews: Gitarre. Gitarre ist von Kindheit an mein Instrument. Es gibt so viele verschiedene Gitarrenarten, da kommt keine Langeweile auf. Ich liebe alle Gitarren.

Mit drei Jahren standen Sie zum ersten Mal auf der Bühne, mit 16 Jahren haben Sie den Schritt zum professionellen Musiker gemacht. Liegt das in der Familie?

Matthews: Oh ja! Mein Vater ist Musiker. Er ist es auch, der mich schon als Kind mit auf die Bühne genommen hat. Er ist genau so verrückt nach Musik wie ich.

Und Ihre Mutter?

Matthews: Meine Mutter ist eine wundervolle Frau, aber mit „Selber-Musik-machen“ hat sie nicht viel am Hut, genau wie meine beiden älteren Geschwister. Aber meine Mutter unterstützt uns. Sie ist immer bei den Konzerten dabei, wenn sie es schafft.

Sie standen als Vorband für die Band Toto auf der Bühne, haben schon auf der ganzen Welt gespielt, im März erst im legendären Rockpalast. Ein Höhepunkt jagt den anderen. Gab es dabei ein ganz besonders bewegendes Erlebnis?

Matthews: (überlegt) Als BB King mich auf die Bühne gebeten hat. Das war schon ein ganz besonderer Tag für mich. Da war ich gerade 13 Jahre alt und er war mein größtes Idol. Er war total nett und hat mir noch Tipps für meine Zukunft gegeben. Ein toller Mann!

Gibt es aktuelle CD-Projekte?

Matthews: Gerade ist meine neue CD „Monster in me“ herausgekommen. Irgendwann würde ich gerne mal eine CD mit befreundeten Musikern aufnehmen.

Sie haben schon viel erreicht. Was sind Ihre größten Wünsche für die Zukunft?

Matthews: Weiter Musik machen und (lächelt seine Freundin Sarah Kämper an) viel Zeit mit dieser bezaubernden Frau verbringen. Sie ist auch der Grund, warum ich jetzt in Bremen lebe und ganz viel Deutsch lerne.

Frage in die Runde: Hat Krissy eine besondere Eigenschaft?

Josh Rigal: Er ist ein „really-hard-working-man“. Kev Hickman: Er ist der fleißigste und ausdauernste Musiker, den ich kenne. Sarah Kämper: Krissy ist immer gut gelaunt, immer freundlich und sehr höflich – ein richtiger Gentleman. Matthews: (wird rot und lacht) „Hey Leute, jetzt ist aber gut!“

Von Birgit Picht

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