Ein Fest für Autofreunde

Weit über 100 Schätzchen bei Old- und Youngtimertreffen in Fritzlar

Fritzlar. Auf Hochglanz polierte Autos mit blitzenden Chromteilen, teilweise über 50 Jahre alt und älter, standen am Wochenende in Fritzlar im Mittelpunkt des Interessen von vielen Autofans.

Gerd Ecklmeier von den Oldtimerfreunden Fritzlar hatte zur 7. Auflage des beliebten Treffens auf das Gelände im Gewerbegebiet Ost eingeladen.

Im Laufe des Tages war es ein ständiges Kommen und Gehen, weit über 100 Old- und Youngtimer waren zu sehen. Dazu gaben die stolzen Besitzer der Fahrzeuge gerne Auskunft über ihre Fahrzeuge.

Mittendrin in der Ausstellung: Erich Bott (71) aus dem Borkener Stadtteil Singlis mit zwei Fahrzeugen. Neben einem Triumph PG hatte er einen Opel Kapitän PM 3126, Typ M6 dabei. Der Oldtimer in bordeauxrot ist aus dem Baujahr 1961, hat 90 PS bei 4100 U/min, einen Hubraum von 2586 Kubikzentimeter und wiegt satte1,3 Tonnen.

Wagen mit langer Historie

Der Opel hat eine lange Vorgeschichte. Erich Bott ist der 6. Besitzer und hat das Prachtstück vor drei Jahren erstanden. Es war ein Notverkauf, der im Internet angeboten wurde, weil der Vorbesitzer verstorben war. Da sich Bott für Oldtimer interessiert, stöbert er oft auf diesen Seiten.

Rein optisch sagte ihm der Opel Kapitän zu, und nach mehreren Telefonaten mit dem Anbieter aus dem Bereich Bielefeld folgte eine Besichtigung vor Ort und die Verhandlungen begannen. Schließlich einigten sich beide Parteien, und der alte Rüsselsheimer wurde auf dem Hänger nach Singlis gebracht. Danach juckte es Erich Bott in den Fingern, er wollte mehr über die anderen Vorbesitzer erfahren. Aber das war schwieriger als gedacht. Er fand lediglich heraus, dass es allesamt Unternehmer und Firmenchefs waren, die das damalige Statussymbol fuhren. Der Opel Kapitän ist das Schätzchen der Familie und wird regelmäßig gepflegt. Aber nicht nur vom Besitzer, sondern auch von seiner Ehefrau Magdalena. In Teamarbeit wird der Oldtimer von innen und außen sorgfältig gepflegt.

Nur bei trockenem Wetter

Gefahren wird das Auto allerdings nur bei trockenem Wetter und dann auch nur in der näheren Umgebung, wie jetzt beim Treffen von Gerd Ecklmeier. Da stand er mit Fahrzeugen aller Marken und Baujahre und erinnert an die gute alte Zeit, als die Autos noch dickes Blech und viel Chrom hatten.

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