Alternative für Feuerwerk auf Pferdemarkt

Keine Lasershow in Fritzlar: Parlament lehnt SPD-Antrag ab

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Keine Lasershow in Fritzlar: Parlament lehnt SPD-Antrag ab

Der Pferdemarkt ohne Feuerwerk – das ist für die Fritzlarer Stadtverordneten unvorstellbar. Sie stimmten gegen einen Antrag der SPD, der sich mit Alternativen dazu beschäftigte.

Das Feuerwerk gilt als einer der Höhepunkte auf dem Fritzlarer Pferdemarkt. Jahr für Jahr lockt es zahlreiche Besucher in die Stadt und auf die Anhöhen in der Umgebung. In einem Antrag bat die SPD darum, Alternativen zum Abschlussfeuerwerk zu prüfen. Nach angeregter Diskussion wurde dieser von den Fritzlarer Stadtverordneten abgelehnt.

„An dem Feuerwerk soll gar nicht gerüttelt werden“, sagte Mario Jung (SPD). Vielmehr solle überlegt werden, ob es nicht ähnliche, aber moderne Möglichkeiten gebe. Denn das jährliche Erlebnis bringe auch Belastungen für Mensch und Natur mit sich. Der Vorschlag des Fraktionsvorsitzenden: eine Lasershow. Diese könnte weiterhin ein beeindruckender Abschluss des Pferdemarkts sein, gleichzeitig ließen sich Umweltbelastungen durch die Lasershow reduzieren, so Jungs Meinung. Das gelinge auch, obwohl das Feuerwerk in der Stadt inzwischen zur lieb gewonnenen Tradition geworden sei.

Diese lieb gewonnene Tradition war es, die aufseiten von CDU und Freie Wähler für Ablehnung des Antrags sorgte. „Tradition wird groß geschrieben“, sagte etwa Ingmar Theiß (CDU). Es gebe viele emotionale Gründe für das Feuerwerk. „Wir wollen an der Tradition festhalten.“ Dr. Christoph Pohl ist die Tradition ebenfalls wichtig: „Wir können uns das nur schwer wegdenken.“

Darüber hinaus führten die Fraktionen die topographische Lage Fritzlars an. Die Stadt habe schlicht kein Gelände, auf dem sich eine Lasershow realisieren lasse, sagte Theiß.

Die Ablehnung der Fraktionen enttäuschte Gerlinde Draude von der SPD. Sie hätte sich gewünscht, dass durch den Antrag der SPD etwas für die Umwelt getan wird. „Wir sollten uns mit Alternativen auseinandersetzen“, sagte sie bei der Sitzung am Donnerstagabend. Das Thema Umwelt werde das Parlament in den nächsten Jahren weiter begleiten. „Wieso können wir das nicht ernst nehmen?“

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