Schwalm-Eder-Kreis: Coronasituation ist angespannt

Kliniken im Schwalm-Eder-Kreis kämpfen jeden Tag

Gebäude in Fritzlar Außenansicht auf das Hospital zum Heiligen Geist
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Die Intensivstation des Fritzlarer Hospitals ist derzeit mit zehn Patienten belegt.

Die Zahl der Corona-Neuinfizierten steigt weiter drastisch, auch die Zahl der Corona-Toten wird immer größer. Die Situation an den Krankenhäusern im Schwalm-Eder-Kreis bleibt entsprechend angespannt.

Schwalm-Eder – Die Intensivstation des Fritzlarer Hospitals ist derzeit mit zehn Patienten belegt, davon sind vier Covid-19-Patienten, heißt es auf HNA-Anfrage. Alle vier Patienten sind aktuell beatmet, davon zwei intubiert und zwei nicht-invasiv beatmet.

„Beatmet ist nicht gleich beatmet. Bei der nicht-invasiven Beatmung atmen die Patienten noch eigenständig und bekommen nur Unterstützung“, so der medizinische Geschäftsführer Dr. Carsten Bismarck. Dabei werden Patienten etwa über eine Atemmaske mit ausreichend Sauerstoff und dem nötigen Beatmungsdruck versorgt.

Die Situation sei aktuell angespannter als noch vor einigen Wochen. „Die Belegung der regulären Covid-Station steigt zunehmend an“, so Bismarck.

Dr. Carsten Bismarck

Doch durch das Stufenkonzept und die täglichen Krisensitzungen sei das Team gut vorbereitet. „Unser Team ist geschult, motiviert und willens, die kommenden Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Viele verschieben sogar ihren Urlaub.“ Es sei ein sehr hoher Zusammenhalt zu spüren. Freie Kapazitäten auf den peripheren Stationen seien noch vorhanden, auf der Intensivstation sei die Kapazität nach der derzeit geltenden Eskalationsstufe ausgeschöpft.

Auch in den Asklepioskliniken des Schwalm-Eder-Kreises stelle sich die Lage angespannt dar, sagt Pressesprecherin Nadin Nagel. „Es befinden sich bei uns seit Beginn der zweiten Welle täglich zwischen 15 und 22 Patienten in stationärer Behandlung mit Covid.“ 13 Intensivbetten sind derzeit belegt, drei Patienten sind hier positiv auf das Coronavirus getestet worden, einer von ihnen wird beatmet.

Weiterhin sei auch der Patientenstrom von nicht an Covid-19 Erkrankten beständig. „Unser Mitarbeiter-Team versorgt hoch motiviert alle Patienten, die bei uns in Behandlung sind.“ Die Versorgung der Patienten sei zu jeder Zeit sichergestellt. (Daria Neu)

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