Ausstellung mit Holzintarsien und Metallskulpturen

Kunst zwischen Tradition und Moderne

Mit viel Liebe zum Detail: Johann Steffen (von links), Jürgen Bubenhagen und Alexander Litwinow mit den Intarsien und Holzskulpturen von Steffen bei der Ausstellungseröffnung in der Geschäftsstelle der Kreissparkasse. Fotos: Kristina Stein

Fritzlar. „Zwischen Tradition und Moderne“ lautet der Titel, den Johann Steffen und Alexander Litwinow ihrer Ausstellung in der Geschäftsstelle der Kreissparkasse Schwalm-Eder in Fritzlar gegeben haben.

Der Titel ist Programm: Während Steffens Holzkunst und Intarsien Szenen aus Fritzlar realitätsnah darstellen, sind Litwinows Metallskulpturen abstrakt gehalten und deuten Formen nur vage an.

Die Ausstellung ist „eine Symbiose zweier Künstler“, sagte Jürgen Bubenhagen, Direktor der Kreissparkasse Fritzlar. Er freue sich, dass die Kunstwerke ein vorübergehendes Zuhause in den Räumen der Geschäftsstelle gefunden haben. Auch die beiden Künstler sind nach anfänglicher Skepsis mit den Räumen glücklich.

Bei der Ausstellungseröffnung erzählten die Künstler von ihren Arbeiten und den besonderen Materialien. „Meine ganze Familie hat schon mit Holz zu tun gehabt und so hat sich meine Liebe zu dem Material entwickelt“, erzählte Steffen. Diese Liebe ist in seinen Kunstwerken spürbar. Zahlreiche Arbeitsstunden stecken in den vielen Details der Intarsien. „Als wirtschaftlich denkender Mensch muss ich wohl zu der Einschätzung kommen, dass diese unzähligen Arbeitsstunden nicht zu bezahlen sind“, sagte Bubenhagen in seiner Eröffnungsrede.

Auch Alexander Litwinow, Johann Steffens Schwiegersohn, hat sich vor Jahren am Material Holz versucht. Für ihn war es nicht das Richtige. Der gelernte Grafikdesigner und Architekt hat Metall als das richtige Material für seine Kunst entdeckt. „Beim Metall bekomme ich etwas hin, was ich beim Holz nicht schaffe“, sagte Litwinow.

Schon in seiner Jugend habe er gerne Skizzen gezeichnet. „Ich fand es spannend, den ersten Eindruck, den ich von einer Person habe zu skizzieren. Dabei ist das Vage und Unfertige das, was den ersten Eindruck ausmacht“, sagte Litwinow. Die Metallskulpturen seien die räumliche Umsetzung seiner Skizzen, so etwas wie 3D-Skizzen. „Die Skizzen werden mit dem Metall lebendig“, sagte der Künstler. Wenn seine Skulpturen im Freien stehen, gefiele ihm besonders die Verbindung der Werke mit der Außenwelt. Das Metall würde mit dem Wetter leben, sagte er.

Trotz des schweren Materials wirken die Skulpturen leicht und filigran. „Es sind Skulpturen, die an eine Bewegung erinnern und zum Tanzen anregen“, sagte auch Bubenhagen.

Es ist bereits die fünfte gemeinsame Ausstellung von Steffen und Litwinow. „Ich hoffe, dass noch weitere folgen werden“ betonte Litwinow. Die Kreissparkasse organisiere etwa zwei bis drei Ausstellungen im Jahr in den Räumen der Geschäftsstelle. „Dr. Skubella hat mir die Idee gegeben, auf Steffen zuzugehen“, sagte Bubenhagen.

In Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturkreis Fritzlar wurde die Ausstellung dann auf die Beine gestellt.

Noch bis Freitag, 31. Mai, können sich Besucher die Intarsien und Skulpturen in der Geschäftsstelle der Kreissparkasse in Fritzlar ansehen.  krs

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