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Kunstwerke wieder gut in Schuss: Ars Natura Stiftung übernimmt Pflege der Objekte in Fritzlar und Bad Zwesten

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Von: Daniel Seeger

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Sandrino Sandinista Sander vor dem Kunstwerk „Der Mönch“ am Fritzlarer Mühlgraben
Sandrino Sandinista Sander vor dem Ars-Natura-Kunstwerk „Der Mönch“ am Fritzlarer Mühlgraben © Daniel Seeger

Seit einigen Wochen tut sich etwas bei den Ars-Natura-Kunstwerken in Fritzlar und Bad Zwesten. Nachdem die beiden Kommunen über Jahre für die Pflege der Objekte und ihrer Umgebung zuständig waren, kümmert sich nun wieder die Ars Natura Stiftung um die Pflege der Werke und ihrer direkten Umgebung.

Fritzlar/Bad Zwesten – „Wir waren unzufrieden mit dem Zustand“, sagt Sandrino Sandinista Sander, der Mitglied des Vorstands und Teil der künstlerischen Leitung der Ars-Natura-Stiftung ist. „Wir haben dann die Initiative ergriffen und sind auf die Kommunen zugegangen.“ Und damit rannte die Stiftung offene Türen ein. Beide Kommunen waren schnell dazu bereit, die Pflege wieder in die Hände der Stiftung zu geben.

Die erhalte von Bad Zwesten und Fritzlar nun jeweils rund 1000 Euro pro Jahr, damit sie sich um die Standortpflege kümmern kann. „Wir verdienen damit nichts, das deckt nur die entstehenden Kosten“, betont Sander. Das zahle sich für die Kommunen deshalb aus, weil die Kunstwerke am Wegesrand einen Mehrwert für Wanderer bieten.

Ars Natura in Fritzlar und Bad Zwesten: Zustand der Kunstwerke war verbesserungswürdig

In den Anfangsjahren hatte Ars Natura die Pflege des Geländes um die Kunstwerke selbst übernommen. „Das lief damals über ein Förderprogramm“, erinnert sich Sander. Als das auslief, sei er an die Kommunen herangetreten, die sich fortan kümmerten. Das funktionierte laut Sander anfangs sehr gut, doch mit der Zeit schienen die Kunstwerke am Wegesrand zunehmend in Vergessenheit zu geraten – in Fritzlar wie auch in Bad Zwesten.

Mit der neuen Vereinbarung sei das anders. Die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Kommunen aus dem Kreisteil, Bad Zwesten, Fritzlar und Gudensberg, laufe sehr gut, betont Sander.

Orient – Okzident: Sandrino Sandinista Sander vor dem Kunstwerk „Der Gral“, das in Fritzlar am Büraberg steht. Das Werk stammt von Sander selbst. Einen Teil der Scherben, die in dem „Gral“ angebracht sind, wurden kürzlich erneuert.
Orient – Okzident: Sandrino Sandinista Sander steht hinter dem Kunstwerk „Der Gral“, das in Fritzlar am Büraberg steht. Das Werk stammt von Sander selbst. Einen Teil der Scherben, die in dem „Gral“ angebracht sind, wurden kürzlich erneuert. © Daniel Seeger

Doch nicht nur die Flächen um die Kunstwerke, auch die Objekte selbst müssen gepflegt werden. In den vergangenen Jahren seien einige ausgetauscht oder ausgebessert worden, sagt der Künstler. Dabei ist es aber keinesfalls so, dass alle Kunstwerke wie neu aussehen sollen: „Wie an den Menschen nagt der Zahn der Zeit auch an den Kunstwerken.“ Das sichtbar zu machen, sei in einigen Fällen durchaus gewollt.

Kunst am Wanderweg: Ars Natura ist ein Alleinstellungsmerkmal

Ars Natura ist eine echte nordhessische Besonderheit. „Das ist der längste Kunstwanderpfad der Welt“, betont Sander. Ein Alleinstellungsmerkmal also. Rund alle tausend Meter könne man ein Werk bestaunen. Thematisch orientieren sich diese auch am jeweiligen Aufstellungsort. „In Fritzlar geht es beispielsweise viel um das Thema Christianisierung.“

Und so seien auch die Orte, an denen die Werke aufgestellt sind, keinesfalls zufällig ausgewählt worden. Werk und Umgebung haben oft eine Verbindung. Und es gibt weitere positive Effekte, betont Sander. So würden die Kommunen in der Regel die Wege nach der Installation der Kunstwerke weiter aufwerten. Zum Beispiel durch zusätzliche Sitzgelegenheiten oder etwa durch Unterstände.

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