Langjährige Belegärzte verlassen das Hospital

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Dank für den jahrelangen Einsatz am Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar: (von links) Dr. Carsten Bismarck (Ärztlicher Direktor), Barbara Gawliczek (Stiftungsgeschäftsführung), Heinrich Gerdes (Geschäftsführer) sowie die beiden Gynäkologen Tatjana Braun und Wolfgang Kersting.

Fritzlar. Sie betreuten 7529 Geburten und 20.000 Operationen in 15 Jahren: Das Hospital zum Heiligen Geist hat die Frauenärzte Tatjana Braun und Wolfgang Kersting verabschiedet.

„Das ist eine ganz, ganz besondere Leistung“, würdigte Karl-Otto Winter vom Kuratorium die Arbeit von Tatjana Braun (61) und Wolfgang Kersting (66). Die beiden Gynäkologen haben als Belegärzte am Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar aufgehört und führen fortan nur noch ihre Praxisgemeinschaft. Am Mittwoch wurde das Duo von vielen Weggefährten feierlich verabschiedet.

Wolfgang Kersting war seit Oktober 1989 als Belegarzt am Hospital. Seit Juli 2000 hat er gemeinsam mit Tatjana Braun die gynäkologische und geburtshilfliche Abteilung betreut. „Sie haben einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass das Hospital einen so guten Ruf in der Geburtshilfe erworben hat“, lobte Winter.

Weg zur Hauptabteilung

Geschäftsführer Heinrich Gerdes sprach von einer Zäsur in der Geschichte der Fritzlarer Geburtshilfe. Nach mehr als 40 Jahren wurde aus der Belegabteilung zum 1. Januar eine Hauptabteilung. Der Weg dahin, insbesondere im vergangenen halben Jahr, sei ein Kraftakt gewesen. Gerdes bedankte sich bei allen Beteiligten, dass es einen nahtlosen Übergang gegeben habe. „Wir haben es gemeinsam geschafft. Darauf können wir alle stolz sein“, betonte Karl-Otto Winter. Der ärztliche Direktor Dr. Carsten Bismarck attestierte Braun und Kersting ein „höchstes Maß an Engagement, Patientenzugewandtheit und Kollegialität“, das beispielhaft sei und Hochachtung verdiene. Die beiden Ärzte hätten stets eine solide Medizin praktiziert - und so die Basis für das Vertrauen in die Klinik gelegt. Trotz der hohen Arbeitsbelastung hätten sie nie geklagt und seien immer bescheiden geblieben.

„Es hat uns Spaß gemacht, wir haben es gerne gemacht“, sagte Kersting sichtlich bewegt. Die Wertschätzung mache ihn stolz, erklärte der Mediziner und bedankte sich für die gute Teamarbeit. Tatjana Braun blickte auf die vergangenen 15 Jahre mit ihrem Kollegen zurück. „Wir verbringen mehr Zeit zusammen als mit unseren Ehepartnern“, sagte sie. In all den Jahren habe es nur einmal Streit zwischen den beiden gegeben. Braun wünschte den neuen Gynäkologen genauso viel Lust an der Arbeit - und dass sie mindestens genauso lange am Hospital wirken wie ihre Vorgänger.

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