Kein Kumpel, sondern Hilfe

Lisa Grede wird neue Jugendpflegerin in Fritzlar

Frischer Wind im Jugendzentrum: Lisa Grede startet als neue Jugendpflegerin in Fritzlar durch. Sie will junge Menschen mit kreativen Angeboten unterstützen.
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Frischer Wind im Jugendzentrum: Lisa Grede startet als neue Jugendpflegerin in Fritzlar durch. Sie will junge Menschen mit kreativen Angeboten unterstützen.

Lisa Grede wird neue Jugendpflegerin in Fritzlar. Sie will jungen Menschen Halt geben, Angebote für sie schaffen und ihnen in schwierigen Zeiten ein offenes Ohr schenken.

„Die Jugendarbeit hat mich schon immer fasziniert“, erzählt Grede. In Fritzlar wolle sie nun etwas frischen Wind reinbringen. Dass sie selbst erst 22 Jahre alt sei, könne an der einen oder anderen Stelle dafür sorgen, dass Jugendliche leichter einen Zugang zu ihr fänden. „Trotzdem muss ich mich natürlich behaupten. Das hat bisher auch immer gut funktioniert.“ Denn Grede ist sich ihrer Rolle ganz klar bewusst: „Ich bin kein Kumpel und auch keine Freundin – ich biete Hilfe an.“

Die Ideen sprudeln aus der Fritzlarerin, die ursprünglich aus Malsfeld kommt und ihre Ausbildung zur Erzieherin in Kassel gemacht hat, nur so heraus. Ihr Plan ist es, einen Ausgleich für Jugendliche zu schaffen: Kickboxen, um sich auszutoben, Yoga, um herunterzukommen, einen neuen Raum einrichten, in dem man sich treffen kann. Die Coronakrise sei bei diesen Plänen eine besondere Herausforderung.

Anerkennungsjahr ist Teil der Ausbildung zur Erzieherin

Bereits im vergangenen Jahr absolvierte Grede ein Praktikum in der Fritzlarer Jugendpflege. Das Anerkennungsjahr, das nun folgt, ist Bestandteil der Ausbildung, um sich am Ende staatlich anerkannte Erzieherin nennen zu können. Im Kindergarten und in einer Wohngruppe hat die 22-Jährige auch schon Erfahrungen gesammelt. Am meisten interessiert sie aber nach wie vor die Arbeit mit Jugendlichen.

Die Themen, die junge Menschen beschäftigen oder belasten, würden sich im Laufe der Zeit immer wieder wandeln, erklärt Grede. Der Umgang mit Medien, das Thema Drogen und Alkohol, unterschiedliche Musiktrends – mit vielem seien Jugendliche in ihrem Alltag konfrontiert. Die 22-Jährige will sie bei diesen Themen begleiten, genau wie ihr Kollege Stallmann von Hessert.

Im Jugendzentrum präventiv Probleme bekämpfen

Dass in Fritzlar nun sowohl eine weibliche Ansprechpartnerin als auch ein männlicher Ansprechpartner zur Verfügung stehen, sei wichtig.

Das sieht auch Bürgermeister Hartmut Spogat so. „Die Ansprüche an die Jugendpflege sind gestiegen.“ Ziel der Stadt sei es, mit einem aufgestockten Team präventiv an Probleme heranzugehen. Es sei schwierig gewesen, jemanden zu finden. Die Arbeit mit Jugendlichen ist eben nicht für jeden etwas. „Frau Grede passt aber genau ins Bild“, freut sich Hartmut Spogat.

Die Öffnungszeiten und Angebote des Jugendzentrums gibt es unter fritzlar.de. In Planung ist eine neue eigene Homepage.

Von Daria Neu

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