Karneval

Rosenmontag in Fritzlar: Der komplette Umzug hier im Video

Fritzlar. 30.000 Zuschauer, 80 Teilnehmergruppen, ein zwei Kilometer langer Zug, perfektes Wetter, das Prinzenpaar des Landes Hessen Marco und Caterina Faupel sowie mit Dirk Siemon ein Zugführer, der rundum zufrieden war:

Es war ein Rosenmontagszug der Superlative, der sich gestern durch Fritzlar schlängelte.

„Es ist alles gut gelaufen“, sagte Dirk Siemon. Und das sei nicht selbstverständlich, bei der Menschenmasse. Doch die Organisation habe prima geklappt. Für die Sicherheit entlang der Strecke sorgten 50 Polizisten und 70 Wagenbegleiter.

Sehr zufrieden zeigte sich auch die Polizei mit dem Ablauf der Großveranstaltung. „Es lief alles reibungslos“, sagte ein Sprecher kurz nach dem Umzug. Man habe am Vormittag noch eine kurze Lagebesprechung mit der Polizei gehabt, berichtete Dirk Siemon. Denn die Absage des großen Karnevalszuges in Braunschweig habe natürlich auch die Fritzlarer Narren beschäftigt. „Für Fritzlar lag keinerlei Gefahrenmeldung vor“, sagte Siemon. Deshalb habe man auch nicht über eine Absage nachgedacht.

In Gedanken seien die Fritzlarer Jecken dennoch auch bei den Karnevalisten aus Braunschweig gewesen. „Es bedeutet unglaublich viel Arbeit, all die Kostüme und Wagen herzustellen. Eine Absage wäre unendlich schade gewesen“, sagte Siemon. Um so größer sei die Erleichterung gewesen, als die Polizei keine Bedenken gezeigt habe und man wie geplant den Umzug starten konnte.

So zogen viele bunte Fuß- und Wagengruppen durch die Innenstadt: insgesamt 892 Teilnehmer, darunter 16 Tollitäten, 29 Wagen, 41 Fußgruppen, 34 Fahrer und vier Musikzüge.

Aktualisiert um 17 Uhr.

Dabei ging es auch politisch zu: Die Gegner der Stromtrasse Südlink waren mit einem Motivwagen und mit einer großen Fußgruppe vertreten. Sie forderten: „Stoppt die Starkstromtrasse.“ Das war dann aber auch schon der einzige Wagen mit politischer Anspielung. „Wir haben meistens nur einen oder zwei solcher Motivwagen dabei“, sagte Siemon. Sonst sei der Fritzlarer Zug eher unbeschwert.

Besonders stolz sind die Fritzlarer, dass man mit Marco und Caterina Faupel von den Eddernarren das Prinzenpaar des Landes Hessen dabei hatte. „Das wird wohl nicht so schnell wieder vorkommen“, sagte Siemon. Beide waren unlängst bei Kanzlerin Merkel zum Empfang in Berlin (wir berichteten).

Siemon war damit sehr zufrieden. Und natürlich mit der Schätzung von Stadt und Polizei: Sie gaben an, dass 30.000 Zuschauer in Fritzlar gewesen waren. Jetzt gelte es, im kommenden Jahr den Rekord von 2007 zu brechen. Damals waren es 84 Gruppen und über 30.0000 Gäste. „Mein Traum wäre es, wenn es 111 Gruppen wären“, so Siemon.

Der Umzug im Live-Video

Die HNA hat den Rosenmontagszug in Fritzlar per Live-Video übertragen. Reinhard Berger, ehemaliger HNA-Ressort-Leiter des Schwalm-Eder-Kreises, und Andreas Berger, HNA-Online-Redakteur, kommentierten das närrische Treiben, zu dem jedes Jahr zehntausende Besucher kommen.

Punkt 14 Uhr setzte sich der Rosenmontagsumzug in Bewegung: Auch 14 Tollitäten sind beim Zug durch die Kasseler Straße über die St.-Wigbert-Straße und den Marktplatz bis zur Gießener Straße dabei. 

Video zum Nachschauen

Rosenmontagsumzug in Fritzlar

Rubriklistenbild: © HNA

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.