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Sommerkonzert der Fritzlarer König-Heinrich-Schule in Gudensberg

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Von: Michael Meinicke

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Das Sinfonische Orchester der König Heinrich Schule Fritzlar überzeugte die Zuhörer.
Das Sinfonische Orchester der König Heinrich Schule Fritzlar überzeugte die Zuhörer. © Michael Meinicke

Chorgesang und Musik des Schulorchesters gab es beim Sommerkonzert der König-Heinrich-Schule in Gudensberg zu hören. Die Fritzlarer Schüler wussten zu überzeugen.

Fritzlar/Gudensberg – Das Sommerkonzert der König Heinrich Schule (KHS) Fritzlar wurde im gut durchlüfteten Bürgersaal Gudensbergs gegeben. Neben anderen Titeln bot die Bläserklasse 5 ihre Interpretation des Hard Rock Blues, angeleitet von Michael Schmidt.

Damit war zugleich die Richtung für den Abend vorgegeben – Musik, die das Herz betrifft. Nahezu unauffällig, fast gleitend, nahm das vielköpfige Sinfonische Orchester auf der Bühne Aufstellung. Auch so etwas muss zuvor trainiert werden. Dazu die Harmoniebesetzung mit der Bläsergruppe. Diese Art instrumentaler Zusammenstellung wurde schon von Mozart bevorzugt.

Chorleiter Björn Schmidt trug auf dem Kopf ein Stück Dschungel. „Madagaskar“ hieß dann auch die mit spielerischer Wucht gebotene Komposition. Geografisch auch weit von Deutschland entfernt liegt der malerische „Linstead Market“ auf Jamaika. Im Sog des alten Liedes gerieten die Gedanken schnell ins quirlige Treiben eines malerischen Kleinstadtmarktes. Nicht zuletzt auch, weil die exakt agierende, kleine Rhythmusgruppe vor dem Bühnenrand, die notwendige Tanzstimmung brachte. Dirigiert von Heike Franken bot der Chor „Koryphäen“ einen hoch motivierten Auftritt. Dann noch einmal das Orchester in voller Besetzung mit „The beauty and the beast“, diesem bis in die Antike zurückgehenden Märchen.

Den Abend über hielten sich die Lehrenden zurück. Ihr Motto lautete: Die Bühne gehört euch. Wir leisten nur Hilfestellung. Das zeigte sich auch an der professionellen Moderation von Lisa Sprenger und Felix Friedl. Gekonnt führten sie das Publikum durch die musikalischen Welten, um dann fast mit einem Sprung ihren Platz im jeweiligen Klangkörper einzunehmen.

Das Motto: Blues Brothers.
Das Motto: Blues Brothers. © Michael Meinicke

Als schließlich die Herren mit Sonnenbrillen, schwarzen Hüten und Anzügen die Bühne eroberten, gab es noch die beiden Sängerinnen Antonia Steinmetz und Stella Zielinski zu erleben. Das war die „Geburt“ zweier Stimmen, die hoffentlich im Jazz ein Zuhause finden werden. Endlich gab es mit diesem Konzert den Lohn für zweijährige Wartezeit und immer zu erneuernder Motivation.

Die jungen Blues Brothers – ganz ohne kriminellen Hintergrund – waren nicht im „Auftrag des Herrn“, sondern auf Wunsch ihrer Schule unterwegs. Das Publikum im Bürgersaal liebte diese Kinder und Jugendlichen. Einfach himmlisch! (Michael Meinicke)

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