Fritzlar: Premiere des HNA-Yogasommers mit Kati Mund

HNA-Yogasommer in Fritzlar: 40 Yogis rollen ihre Matten aus

Gruppe beim Fritzlarer Yoga-Sommer. Im Hintergrund der Graue Turm.
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Langer Rücken vor dem Grauen Turm: Beim ersten HNA-Yogasommer in Fritzlar mit Kati Mund (vorn) haben 40 Yogis gemeinsam Übungen gemacht.

Einen Vorgeschmack auf den wöchentlich geplanten HNA-Yogasommer 2021 in Fritzlar gab die erste Auflage am Mittwochabend auf dem Bolzplatz. Kati Mund sorgte für Entspannung bei 40 Yogis.

Zunächst wird noch getuschelt auf dem Fritzlarer Bolzplatz am Mittwochabend. 40 angemeldete Teilnehmer zuppeln ihre Matten zurecht, ziehen ihre Schuhe aus und warten gespannt auf das, was in der nächsten Stunde passieren wird – mit ihrer Seele und mit ihrem Körper. Denn sie bekommen eine erste Kostprobe auf den HNA-Yogasommer, der 2021 neun Wochen lang in Fritzlar stattfinden soll.

Der Großteil der Gruppe ist weiblich. Nur ein paar Männer haben sich in Sportklamotten geworfen und es sich im Schneidersitz mehr oder weniger bequem gemacht. Unter ihnen ist auch Bürgermeister Hartmut Spogat, der selbst jeden Morgen Yoga macht, bevor er ins Rathaus radelt. „Ich merke, dass mir diese Leichtigkeit guttut“, ermuntert er die anderen in seiner Begrüßung.

Gegen 18.30 Uhr verstummen die Tuscheleien. Die Stimme von Yogalehrerin Kati Mund setzt ein und schenkt dem ganzen Platz sofort eine entschleunigte Atmosphäre. Während der physische Abstand durchgehend gewahrt ist, scheint die mentale Distanz zwischen den Yogis und Kati Mund immer geringer zu werden. Sie möchte alle mitnehmen in ihre Welt des Loslassens und Entspannens – egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener.

Aus dem Sie wird ein Du – so ist das unter Yogis. „Ich will, dass du dich wohlfühlst und die richtige Stufe für dich findest.“ Kati Mund will den Teilnehmern den Druck nehmen. Bei der ersten Auflage des HNA-Yogasommers gehe es darum, in sich hineinzufühlen, sich auszuprobieren und sich dabei immer wieder ein Lächeln zu schenken.

„Die Atmung ist der Schlüssel“, erklärt die Yogalehrerin. Deswegen beginnt sie ihre Stunde genau so. Einatmen. Ausatmen. Schultern lockern. Die Gedanken kommen und gehen lassen. Die Abendsonne scheint am Grauen Turm vorbei in die immer entspannter werdenden Gesichter. Zwischendurch hört man nur noch das Vogelgezwitscher.

Dann ist der Körper gefragt. Die Beine werden gedehnt, der Rücken gestreckt. Der Eine oder Andere dürfte sich an eine Muskelpartie erinnern, die er im Alltag eher hat einrosten lassen. Funktioniert das Balancehalten auf einem Bein einmal nicht ganz so gut, nimmt Kati Mund es mit einer Portion Humor: „Gehe einfach eine Stufe zurück und amüsiere dich darüber, wie die anderen sich anstrengen.“

Nach dem herabschauenden Hund, dem Baum, dem Held und zahlreichen anderen Übungen fühlt sich der Körper an wie ausgewechselt. Das ist vor allem bei der letzten Übung des Abends zu spüren. Auf dem Rücken liegend lassen sich die 40 Yogis auf dem Bolzplatz den Wind ins Gesicht wehen und dürfen sich ein paar Minuten ausruhen. Nichts tun. So wie es nur in den seltensten Fällen im Verlauf eines normalen Tages möglich ist.

Wie entspannend die Yogastunde tatsächlich war, das kann nur jeder Yogi für sich selbst bewerten. Ein Großteil verlässt den Platz am Ende aber mit den Worten: „Das hat sie echt toll gemacht.“

Die Seite dehnen: Bestimmte Regionen des Körpers, die man im Alltag nicht so oft nutzt, werden beim Yoga trainiert.
Macht seit Jahren jeden Morgen Yoga: Bürgermeister Hartmut Spogat.

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