Demonstration wegen geplante Stromtrasse

500 Menschen in Fritzlar gegen Südlink auf der Straße

Sie wollen keine Stromtrasse: Rund 500 Menschen demonstrierten in Fritzlar gegen die geplante Stromtrasse. Foto: Zerhau

Fritzlar. Sie hatten mit 200 Demonstranten gerechnet. Gekommen waren knapp 500 Menschen, die mit ihrem Protestmarsch am Montagabend durch die Fritzlarer Innenstadt die Bürgerinitiativen gegen die Stromtrasse Südlink (BI) unterstützten.

Mit ihrer Demonstration machten sie deutlich, was sie von der geplanten Trasse halten: nichts.

„Gegen Südlink“ und „Wir wollen keine Stromtrasse“ – immer wieder hallten diese Rufe durch die Straßen. Mit Kerzen, Laternen, Fackeln und Stirnlampen sorgten die Demonstranten für ein Lichtermeer gegen Südlink. Unter ihnen waren längst nicht nur Fritzlarer. Auch aus Homberg, Knüllwald, Bad Zwesten, Edermünde und Gudensberg waren die Menschen gekommen, um ein Zeichen zu setzen.

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„Wir machen weiter, bis man uns hört“, sagte Ingmar Theiß, Sprecher der Fritzlarer BI. Er sei überglücklich, dass so viele Menschen auf die Straße gegangen sind. „Es ist toll und wir machen weiter, bis Südlink verhindert ist“, betonte Theiß.

Dem stimmte Bernd Herbold von der Homberg BI zu: „Wir wollen keine Monstertrasse.“ Das mache man nicht nur mit der Demonstration, sondern auch mit den politischen Resolutionen der Stadt- und Gemeindeparlamente deutlich.

Artikel wurde aktualisiert um 18.15 Uhr

Am Montagabend verabschiedete das Fritzlarer Parlament die Resolution gegen die Stromtrasse – einstimmig. Unter anderem wurde der Beschluss bereits in Homberg, Gudensberg, Neukirchen und Schwalmstadt verabschiedet. Die Protestwelle gegen Südlink zieht sich nach und nach kreuz und quer durch den Kreis – ähnlich wie die Varianten der möglichen Gleichstromtrasse, die von Norddeutschland nach Bayern führen soll. „Im Landkreis könnten wir alle betroffen sein“, sagte Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat. Und weiter: „Wir lassen uns nicht aufsetzen, was in anderen Bundesländern nicht gewünscht ist.“

Von Maja Yüce

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