Seibels Hof nun komplett saniert

Mietwohnungen und Gewerbeflächen: Neues Quartier in Fritzlar entstanden

Neben der Steinscheune, in der Wohnungen entstanden, steht ein neues Haupthaus sowie die neu herausgeputzte und im Jahr 1906 erbaute Villa.
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Von der Steinscheune bis zum Haupthaus: In Seibels Hof an der Kasseler Straße/Ecke Wolfhager Straße in Fritzlar sind neue Wohnungen und Gewerbeflächen entstanden.

Einer der letzten großen Höfe, der in der Domstadt noch bewirtschaftet wurde, hat jetzt ein neues Gesicht. Denn das von den Baupartnern Fritzlar und dem Büro für Bauwesen Hrycak, Löschner und Partner entwickelte Quartier Seibels Hof ist jetzt komplett: Der Umbau der 1906 erbauten Villa ist abgeschlossen.

Fritzlar - Der Hof Seibel am nördlichen Stadtrand Fritzlars hat seinen Ursprung an der Martinsgasse und wurde seit 1994 von dem in der Villa geborenen 62-jährigen Heinrich Seibel geführt. Zwischen 1902 und 1906 wurde der Hof an die heutige Alte Kasseler Straße/Ecke Wolfhager Straße ausgesiedelt.

Neben Haupthaus, Schmiede, Schweine-, Kuh-, Schaf- und Pferdeställen gehörte auch die aus dem Jahr 1891 stammende Steinscheune, an die in den 20er-Jahren parallel zur heutigen Wolfhager Straße eine Gerätescheune mit Melkerwohnungen im Dachgeschoss als Verbindung zum Haupthaus angebaut wurde. Nach Abriss der Scheune vor vier Jahren entstanden im Erdgeschoss des Neubaus zwei Gewerbeflächen und darüber vier Appartements.

Bauherr Heinrich Seibel hatte bereits zwei Jahre zuvor hinter der Steinscheune ein Acht-Familien-Haus errichten lassen. In der Steinscheune, welche die Baupartner Fritzlar erworben hatten, entstanden neben acht Eigentumswohnungen eine Gewerbefläche und eine Tiefgarage.

Insgesamt entstanden im Quartier 30 Wohnungen und fünf Gewerbeeinheiten. Der Umbau mit Erweiterung der Villa war laut Christian Gellersen, geschäftsführender Gesellschafter der Baupartner Fritzlar, eine besondere Herausforderung. Haustechnik, Schallschutz, Brand- und Wärmeschutz wurden in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege und der VR Partnerbank als Auftraggeber unter großem Aufwand auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

Wie Thomas Völker vom Vorstand der VR Partnerbank bei der Vorstellung des Projektes erwähnte, investiert die Bank gezielt in Wohnobjekte, um bezahlbaren Wohnraum in der Region zu schaffen. Auf dem 1537 Quadratmeter großen Grundstück entstanden durch Umbau und Erweiterung auf 540 Quadratmetern sechs Mietwohnungen mit Wohnflächen von 49 bis 129 Quadratmetern und zusätzlich eine Gewerbefläche mit 264 Quadratmetern.

Am Haddamarweg wurden bereits Ende vergangenen Jahres auf einem 1066 Quadratmeter großen Grundstück acht Mietwohnungen mit Flächen von 49 bis 129 Quadratmetern fertiggestellt. Bei beiden Objekten beträgt der Kalt-Mietpreis für die Wohnungen acht Euro pro Quadratmeter. Insgesamt wurden für diese zwei Objekte von der VR Partnerbank rund vier Millionen Euro investiert. (Rainer Zirzow)

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